Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

"Erdtätigkeiten" im Garten
Wenn es ein leidiges Thema unter Gartenbesitzern gibt, dann ist es die Aktivität unserer kleinen vierbeinigen "Tiefbauunternehmer". Sie kommen über Nacht wie aus dem Nichts, fangen zunächst mit einem Erdhügel an und sind dann nicht mehr wegzubekommen. Tut man nichts, d.h. trägt man immer nur den Erdaushub ab, mutiert der Rasen unweigerlich zur Kraterlandschaft. Die Wühler legen ein Geflecht an Lauf- und Fraßgängen an, in denen sich wiederum neue Löcher mit Erdaushub bilden. Das geht soweit, bis der Rasen irgendwann überhaupt nicht mehr begehbar ist.   

Aber was hilft wirklich? Kann man die Störenfriede tatsächlich wirksam vertreiben? Wie ist es mit Fallen? Was ist der Unterschied von Wühlmaus und Maulwurf? Wenn der Maulwurf bei uns geschützt ist, wie kann man dieses Problem hinsichtlich der Bekämpfung lösen? Dazu möchten wir Ihnen nachfolgend das Wissen und die Erfahrungen eines befreundeten französischen Gartenbauspezialistens (siehe weiter unten) weitergeben.

Wühlmaus oder Maulwurf?
Hierzu sollte man zunächst wissen, welchen Tiergattungen die beiden Arten angehören. Die Wühlmaus oder auch Schermaus gehört zu den Nagetieren und ist ein reiner Planzenfresser. Ihre Nahrung besteht aus Wurzeln, Knollen, sowie in niedriger Höhe erreichbaren oberirdischen Pflanzen und Früchten. Die Tiere können bei einer stattlichen Größe eine Gesamtlänge von bis zu 28cm (inkl. Schwanz) erreichen. Sie legen ein umfangreiches Gangsystem an und sind fleißige "Untertagearbeiter", die mit ihren langen Schneidezähnen alles durchbeissen und sich regelrecht durchfressen. Sie produzieren viele, unregelmäßig geformte, verstreute Hügel, wohin sie ihren Erdaushub verbringen.

Der Maulwurf hingegen gehört zur Gattung der insektenfressenden Säugetiere, er ist also kein Nagetier. Er wird zwischen 10cm und 18cm groß mit einem kurzen Bürzelschwanz. Charakteristisch sind seine dicke, kurzrüsselige Schnauze und die kurzen Vorderläufe mit breiten, schaufelartigen Krallen. Faszinierend schön ist sein schwarzes, seidenweiches und glänzendes Fell. Die Augen sind kaum sichtbar, aber vorhanden. Ausserhalb der Paarungszeit im Frühjahr sind Maulwürfe Einzelgänger. Sein Gangsystem legt er meistens wenige Zentimeter unter der Erdoberfläche an, sodass man wie bei der Wühlmaus bei trockenem Boden einen Gang durch Aufbrüche und nach oben gehende Risse erkennen kann. Der Erdaushub wird wie bei der Wühlmaus in Form von unterschiedlich großen Erdhügeln bewerkstelligt.            


Helfen "Abwehrmaßnahmen" überhaupt?    
Wer im Internet das Problem "googelt", wird sehr schnell fündig: Da werden hunderte von Methoden aufgezählt, die Tierchen vom Garten fernzuhalten oder zu vertreiben. "Bei manchen Vorschlägen fragt man sich, ob die Leute diesen Unsinn wirklich ausprobiert haben oder sich das Ganze nur so zum Spass ausdenken, um andere tüchtig zu veräppeln..." sagt Serge, der schon viele Jahre als erfolgreicher Kleingärtner auf seinem Buckel hat.

Hierzu die irrwitzigsten, aber völlig nutzlosen  
"Ratschläge":
- Erdhügel abtragen und Gang mit viel Wasser fluten
- Autoabgase in die Gänge einleiten
- Diverse chemische Mittel in die Gänge einlegen zur Geruchsabwehr
- Eimer oder lange Edelstahlrohre senkrecht in die Erde eingraben, damit die Wühler dort hineinfallen und nicht mehr herauskommen
- Ultraschall- und Hochfrequenzstäbe, die in die Erde eingesteckt werden und mit Piepsintervallen die Wühler in einem bestimmten Radius fernhalten sollen
- Windräder oder Stäbe mit nach oben offenen Flaschen in die Gänge stecken, damit die Windgeräusche sie vertreiben
- Karbid
- Buttersäure (N-Butansäure)
- Brennesselsud
- Tierhaare
- Meerschweinchenknödel
- Spezielle Mixturen und Hausrezepte
- Oft den Rasen mähen oder regelmäßig Krach machen

und und und...

Man könnte die Liste noch ewig weiterführen, welche die Wühler in die Flucht schlagen sollen. Vergessen Sie einfach alles.
Sicher vertreiben können Sie damit nur eines: Ihren Glauben, damit Erfolg zu haben!

Völlig wirkungslos
Wasser
Sie können beispielsweise kubikmeterweise Wasser in die Gänge einleiten. Sowohl die Wühlmaus als auch ein Maulwurf wird sich davon völlig unbeeindruckt zeigen, sofort einen Seitengang graben und diesen schnell wieder verschliessen, damit sie aus der Gefahrenzone des betroffenen Gangsystems kommen.

Abgase und chemische Mittel
Das Gleiche gilt für chemische Mittel wie Buttersäure, Gas, Autoabgase, usw.. Die Tiere wühlen sich einfach ins nächstgelegene Erdreich und verschliessen die alten Gänge. Wenig später beginnen die Bautätigkeiten wieder mit dem Anlegen eines neuen Gangsystems(!)

Fallgruben/röhren
Ebenfalls gibt es keinen Wühler, der so dumm wäre, in ein Rohr zu fallen, das in einem seiner Gänge eingegraben ist. Die Tiere spüren bzw. orten diese Vertiefung mit ihrem feinen Tastsinn sofort und legen entweder eine Biegung um die Stelle an oder wühlen das Fallrohr einfach solange zu, bis es komplett mit Erde voll ist und sie den Gang wieder benutzen können.

Schall+ Geräusche
Auch die Methode mit den meistens solarbetriebenen Schallfrequenzgeräten ist völlig sinnlos. Ich habe schon selbst frische Erdstösse direkt neben technisch völlig intakten und aktiven Geräten gesehen. Dabei spielt es keine Rolle, wie billig oder teuer die Geräte sind. Ein Bekannter erzählte uns von seinem Nachbarn, der verblüfft feststellen musste, dass keinen Meter neben seinem 50 Euro teuren Piepser ein Maulwurf ganz frisch gestossen hatte...!
Dann die Sache mit dem angeblichen Vertreibungseffekt durch laute Geräusche, auf dem Rasen herumtrampeln und Rasenmähen. Wer einmal gesehen hat, wie sich keine 10 Minuten nach dem Mähen mit einem Motormäher wieder die ersten Erdhügel auftürmen, weiß, dass auch diese Methode nichts bringt. Ebenso verhält sich die Sache mit Flaschen, die Windgeräusche machen (wenn denn Wind weht).

Biologische Abwehr
Diverse Hausrezepte, Mischungen aus Planzensäften, Tierhaare oder Exkremente, das alles zeigt letztendlich keine dauerhafte Wirkung. Selbst wenn die Wühler, welche über einen guten Geruchssinn verfügen, davon kurzzeitig fernbleiben, bestimmt das Nahrungsangebot ihr Fress- und Aktionsgebiet und sie kommen immer wieder zurück.

Selbst mechanische Schutzmaßnahmen helfen nur bedingt
Natürlich kann man auch alle Gänge aufgraben, mit Erdreich verfüllen und zusätzlich die Zugänge mit festem Erdmaterial oder Steinen verstopfen, sie ausschäumen oder ganz auf Nummer sicher gehen: alle Nachbargartengrenzen mit Randsteinen sichern. Leider hält auch dies die Tunnelgräber oft nicht auf: sie suchen sich dann eine andere Stelle, von wo sie ein neues Gangsystem anlegen können. Serge berichtete uns, dass er schon erlebt hat, wie mehr als 60cm an Erdtiefe untergraben wurden.
Einmal musste er deshalb sogar einen Streit unter zwei Nachbarn schlichten, weil der eine behauptete, dass der andere einen Wühler gefangen und ihm dann in seinen Garten geworfen hätte. Glücklicherweise fing Serge den Störenfried schnell und zeigte dem Mann anschließend, wo sich das Tier unter dem Mauerfundament hindurchgewühlt hatte.         
Er sagt: "So sicher wie das Amen in der Kirche: die Wühler finden immer einen Weg, in Deinen Garten zu gelangen...!"

Fazit
Leider ist nur eines sicher: keine der oben beschriebenen Methoden ist in der Lage, Maulwürfe oder Wühlmäuse dauerhaft fernzuhalten oder zu vertreiben! Einige Methoden sind einfach komplett an den Haaren herbeigezogener Unsinn, manches auch nur geschickte Werbung für nutzlose Produkte, um Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen. Viele der sog. "Haustipps" zeigen auch, wie wenig man sich mit der Lebensweise dieser Tiere beschäftigt hat.

Wirksame Methoden erfordern viel Erfahrung
Unser französischer Bekannter Serge ist eine Art "Spezialist" in Sachen Maulwurfs- und Wühlmausbekämpfung. Seine Erfolgsquote liegt bei 100%. Sowohl auf seinem Grundstück und in den Gärten von Nachbarn, Bekannten oder bei Leuten, die ihn um Hilfe gebeten haben.
Interessant ist seine Einstellung: "Zuerst musst Du wissen, mit wem Du es zu tun hast. Dazu musst Du das Verhalten und die Lebensweise der Tiere lernen und verstehen. Nur dann kommst Du zum Ziel."  In Frankreich ist es natürlich einfacher als bei uns in Deutschland. Dort ist der Maulwurf nicht geschützt und man darf ihn mit allen Mitteln zu Leibe rücken, was man hierzulande nur mit der Wühlmaus tun darf.
Serge hat im Laufe der Jahre alle Tricks gelernt, die man braucht, um auch besonders hartnäckigen und gerissenen Exemplaren Herr zu werden. "Wühler ist nicht gleich Wühler, da gibt es sehr große Unterschiede. Manchmal funktioniert es innerhalb von ein paar Tagen. Aber es gibt auch Burschen, die Dich wochenlang buchstäblich an der Nase herumführen. Meistens sind es die alten+ starken Kerle. Aber mit der richtigen Einstellung und der Art+ Weise habe ich bis jetzt jedes Problem gelöst."  


Rohrfalle
An Lebendfanggeräten gibt es z.B. die klassische Rohrfalle mit zwei Fangklappen, die nur nach innen aufgehen und in Richtung nach aussen blockieren. Die Erfolgsaussichten, mit dieser Falle ein Tier zufangen, sind allerdings recht gering. Der Hauptnachteil dieser Falle ist, dass sie zu klein im Durchmesser ist und stärkere Exemplare aufgrund ihrer Größe und ihres Misstrauens meist erst gar nicht dort hineingehen.
Andere Fallen
Das Hauptproblem z.B. bei den Schlag- und Drahtfallen liegt darin, dass sie zu leicht verwühlt werden können und dann wirkungslos sind, wenn sie durch Erde ausgelöst werden. Damit scheidet auch diese Technik aus.  
"Wenn Du Erfolg haben willst, musst Du vor allem wissen, was Du tust und wie Du dabei vorgehst. Ich habe am Anfang sehr viel falsch gemacht und bin fast verzweifelt. Doch dann hab ich aus meinen Fehlern gelernt und bin dann mit jedem Male schlauer geworden. Was heute für mich mittlerweile fast ein Kinderspiel ist, musste ich mir erst mühsam erarbeiten."   
Maulwurf oder Wühlmaus: Wirklich eindeutig zu unterscheiden?
Die oft zu lesende Methode, wie man angeblich feststellen kann, ob es sich um eine Wühlmaus oder einen Maulwurf handelt, ist die sogenannte
"Verwühlprobe". Dabei öffnet man den Gang etwas, indem man ein Loch in die Röhre gräbt. Wenn in den nächsten Tagen diese Stelle wieder mit Erdreich zugewühlt wird, wäre das angeblich eine Wühlmaus. Das ist falsch! Auch Maulwürfe verwühlen ihre befahrenen Gänge!
      
Ebenso ist für einen Laien nahezu unmöglich, anhand der Form der Erdhügel oder des Aushubvolumens sowie der Größe und der Gangform zweifelsfrei zu bestimmen, wer hier am Werk ist, da beide Arten etwa gleich groß sind. Auch bei Maulwürfen sind die Hügel oft genauso flach+ unregelmäßig geformt wie bei der Schermaus und das Aushubloch ist keineswegs immer im Zentrum, während die Löcher in den Erdhaufen von Wühlmäusen eher am Rand wären, wie es so behauptet wird. Der Erdaushub ist von mehreren Faktoren abhängig: Lage, Bodenbeschaffenheit, Umfang und Zustand des Gangsystems und auch vom Alter der Tiere. Junge und mittelalte Maulwürfe heben beispielweise oft nur sehr wenig Erdreich aus, während manche, vornehmlich alte Exemplare zu wahren "Erdmonstern" mutieren können, was den Aushub angeht!


Was wirklich hilft
Es gibt leider nur zwei Möglichkeiten: 1) Man findet sich mit der Plage ab akzeptiert alle Schäden in Form von Zerstörungen durch Unterhöhlungen sowie Fraß, etc. oder 2) man leitet die richtigen Maßnahmen ein, d.h. mit der einzig wirkungsvollen Art, die in der Lage ist, das Problem dauerhaft zu lösen.
Das Endergebnis ist letztendlich das einzig wirksame:
Endlich Ruhe im Garten und keine Schäden mehr!      

Die Lösung für das Wühlproblem
Wie Sie Ihr Problem mit den ungebetenen Wühlern im Garten schnell und wirksam in den Griff bekommen, erfahren Sie hier. Sie profitieren dabei von den Tipps aus der langjährigen Erfahrung eines französischen Gartenbauspezialisten.
Hier bekommen Sie alle Informationen, die Sie benötigen und die es Ihnen ermöglichen, um mit den Wühlern fertig zu werden und auch langfristig damit Erfolg zu haben.


-Die Lösung bei allen Wühlern-

=>Kontakt<=

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü