Wiederladen Teil 2 Ausrüstung - JASW

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Wiederladen Teil 2 Ausrüstung

Munitionstechnik

"Sinnvolle" Ausrüstung- Was ist das?  
Im Internet kann man auf manchen Webseiten gutgemeinte Ratschläge lesen, welche Werkzeuge und Wiederladekomponenten "tatsächlich" brauchbar seien und welche nicht. Dort machen auch Sätze die Runde wie z.B.: "Wiederladen- Was man wirklich braucht"  bzw. "Das braucht man wirklich".
Dann folgen Auflistungen von Werkzeugen und Komponenten, bei dem man als versierter Wiederlader nur den Kopf schütteln kann. Dass ist so, als ob man einem Autofahrer vorschreiben würde, welches Auto mit welcher Ausstattung für ihn in Frage kommt und welches nicht?!

Also, was heißt jetzt in diesem Zusammenhang "sinnvoll"? Ganz einfach: Nur das, was tatsächlich zweckmäßig und immer auf die
s p e z i e l l e n
Anforderungen der individuellen jeweiligen Anwendung ausgerichtet ist! Dies bedeutet wiederum, dass die unterschiedlichsten Geräte und Werkzeuge in Frage kommen können, und das in einer riesigen Bandbreite. Hier Pauschalaussagen zu treffen und generell empfehlenswerte oder nicht empfehlenswerte Komponenten mit bestimmten Marken oder Modelle aufzulisten, zeugt von Vielerlei, nur nicht von Fachkompetenz.
       

Qualitative Komponentenauswahl  
Wiederladen verlangt einen bestimmten Qualitätsstandard, der aber individuell ausgewählt sein muss. Hier nur auf die teuersten Produkte zu setzen, ist genauso unnötig, wie es falsch sein kann, sich für Billigware oder scheinbar günstige Varianten zu entscheiden.
Dies gilt inbesondere für die Werkzeuge und Geräte der Kernkomponenten. Daher mein Tipp: Lassen Sie sich direkt und umfassend beraten.

Einen seriösen Anbieter erkennt man immer daran, dass ein guter Beratungsservice vom Inhaber selbst oder durch kompetente Mitarbeiter angeboten wird. Diese Beratung ist eine Dienstleistung, die berechnet werden muss. Die Kosten, die bei dieser Beratung entstehen, werden meistens kalkulatorisch über die Produkte erfasst. Um der Unsitte durch die schwarzen Schafe mit der Internet-Abgrasmentalität,
die nach der Logik "Alles-haben-wollen,-aber-nichts-dafür-bezahlen-möchten" * agieren, einen konsequenten Riegel vorzuschieben, sind mittlerweile einige Anbieter dazu übergegangen, die Kosten für erbrachte Beratungsleistungen anderweitig umzulegen oder z.B. beim Kauf des/der Produkte/s anzurechnen. Das hilft seriösen Anbietern mit einer guten Fachberatung, ein günstiges Preisniveau zu halten und reduziert den Anteil an Rückläufern beanstandeter Produkte. Es gebietet auch die gegenseitige Fairness zwischen Kunden und Anbieter und fördert ein ehrliches Verbraucherverhalten.
* das sind dann diejenigen, die sich in Produktbewertungen anschließend völlig entrüstet darüber beschweren, was das für ein Schrott ist, den sie da gekauft haben...   

Sogenannte "Produktbewertungen" in E-Shops durch Käufer sind für suchende Kunden leider nutzlos. Es zeigt aber auch, dass sich solche Anbieter qualitativ nicht von der Mainstream-Konkurrenz im Internet abheben, da sie die Kunden nur verunsichern und für die Kaufentscheidung keine echte Entscheidungshilfe darstellen.       

Hebelpressen
Als Hauptgerät jeder Wiederladeausrüstung kann eine gute Ladepresse ein Lebensbegleiter für den Wiederlader sein. Allerdings kursieren dazu im Netz so viele Irrtümer und Unwahrheiten, dass man ohne profundes Fachwissen schnell zu einem Fehlkauf verleitet werden kann. An erster Stelle sind abstruse oder utopische Vorstellungen in Bezug auf das erforderliche Präzisonsniveau, Ausführung und Qualität zu nennen. Eine mechanische Hebelpresse ist ganz sicher nicht der einzige Schlüssel für präzise schiessende, selbstgeladene Patronen. Aber sie bestimmt maßgeblich den Ablauf und den Komfort der Arbeitsschritte!
Eine falsch gewählte Presse kostet vor allem Eines: viel Zeit. Es bringt einem Wiederlader gar nichts, sich eine Presse anzuschaffen, die zu groß oder unergonomisch ist, egal wie gut sie auch verarbeitet ist (von einem unnötig hohen Preis ganz zu schweigen).                 

Zur Anschaffung dieses Gerätes sollte man sich zuerst die Frage stellen, welche Kaliber man laden möchte und in vor allem in welchen Stückzahlen. Wer sich als Jäger in erster Linie Patronen für die Jagd und zum Training herstellen möchte, ist mit einer Einstationenpresse bestens versorgt. Es lassen sich damit auch Kurzwaffenkaliber mit relativ geringen Stückzahlen (d.h. unter 500 Schuss p.A.) laden. Wer mehr an Patronen als z.B. >300 Gewehrpatronen und/ oder >1.000 Kurzwaffenpatronen im Jahr verschiesst und den technischen Ablauf vereinfachen und den Zeitaufwand verkürzen möchte, kann auch zu einer Mehrstationenpresse für den gleichzeitigen Einsatz von mehreren Matrizen greifen.

Technischer Aufbau einer Einstationenpresse

Die Konstruktion einer ausreichend stabilen Einstationen-Ladepresse auf der Basis der Erkenntnisse aus jahrzehntelanger Wiederladepraxis sieht im Detail so aus:
- Stabiler Gußrahmen mit breiter, voll gegossener Auflagefläche, mind. 12mm stark, 3-4 Bohrungen Ø12mm zur Befestigung für Schrauben M10 oder M12 (nicht kleiner)
- 2 ausreichend starke Umlenkhebel (Stahl oder hochfestes Aluminium) in 25-30mm Breite und 10-12mm Stärke    
- Arbeitshöhe des Rahmenfensters innen: 115-120mm, bei Patronen ab einer L6 von 100mm Rahmen 135-140mm
- Abstand Hülsenhalter bis Matrize >102mm
- Arbeitsbreite des Rahmenfensters innen: 70-80mm
- Pressenhubstange aus Stahl, Durchmesser 25-30mm
- Hebelstange Ø16-18mm, Länge 350mm
- Abstand der Mittelachse der Pressenhubstange zum Rahmen rechts: mind. 30mm (der Ø muss im unteren wie im oberen Bereich ausreichend frei sein)
- Pressenhub: 85mm bis .300 Win. Mag., 95mm 9,3x74R bis .505 Gibbs, 105mm bis .500-465 N.E., 120mm bis .450+ .475 N.E. Nr.2

Diese Kriterien erfüllen durchaus einige Standardpressen der amerikanischen Hersteller. Man muss nicht zwangsläufig zu riesengroßen und teuren Ladepressen greifen, um z.B. große Magnum- oder Expresspatronen wie .338 RUM oder .450 Rigby laden zu können. Übrigens benötigen große Patronen beim Kalibrieren nicht zwangsläufig viel Kraft, oft sogar deutlich weniger als ein Mittelkaliber. Achtung: es gibt allerdings einige unscheinbare Langwaffenkaliber, die einer Ladepresse höchste Belastungen
und einen wesentlich größeren Kraftaufwand abverlangen.
Man sollte sich andererseits aber auch keine zu große Presse anschaffen, denn durch den langen Hub verlängern sich nur unnötig die Ladezeiten.

Das Wichtigste für das Handling einer Ladepresse ist der ausreichende Platz um die Pressenstange, um in jeder Position die Hülse im Bereich des Hülsenhalters zu greifen und zu führen. Eine gute Ladepresse hat im Bereich links und rechts von Hülsenhalter genug freien Raum für den Bediener, d.h. der Rahmen muss an dieser Stelle unbedingt weit genug zurückgesetzt sein, das ist enorm wichtig und wird von vielen unterschätzt.  

Amerikanische Ladepressen

RCBS SUMMIT
Von der amerikanischen Traditionsfirma für Wiederladewerkzeug kommt diese durchdachte und innovative Hebelpresse. Interessanterweise ist man bei dieser Konzeption von der klassischen Bauform mit O-Rahmen und Zuführung der Hülse zum Trägerwerkzeug zur oberen Rahmenbrücke über die Hebelmechanik der von unten kommenden Schubstange abgegangen. Denn hier bewegt das obenliegende Hebelgestänge den Werkzeugblock mit der Matrize, der über eine massive Säule geführt wird, von oben nach unten.
Der unschlagbare Vorteil dieser Ladepresse ist der absolut uneingeschränkte Zugriff zum Arbeitsbereich rund um den Hülsenhalter. Positiv hervorzuheben sind auch die große Kraftübersetzung, die Führung und der lange Hub für große Patronen.

Leider hat auch diese Presse einen entscheidenden Nachteil:
Sie zwingt den Bediener förmlich zum s t e h e n d e n Laden, da die oben am Turm angebrachte Hebelmechanik in der Ausgangsposition den Hebel weit nach oben ragt. Da man das Wiederladen entspannterweise in sitzender Position betreibt, bevorzugen die meisten Wiederlader bei einer ergonomischen Arbeitshöhe die Griffposition am Pressenhebel etwa in Schulterhöhe, womit für mich persönlich (und für viele andere auch) diese ansonsten sehr gut durchdachte Presse leider ausscheidet. Für diejenigen, die das nicht stören sollte und die sich mit dieser Technik anfreunden können, ist der Preis zwischen 260 und 300 Euro evtl. noch akzeptabel.

REDDING Ultra Mag
Auch diese Presse ist eine interessante Alternative zu den "normalen" Pressen mit O-Rahmen. Die Hubstange ist zwar wie bei den normalen Pressen im unteren Teil des Rahmens geführt, das Gestänge ist allerdings nicht wie bei anderen Pressen üblich, unten am Rahmen angebracht, sondern am oberen Rahmenkopf neben der Matrize. Dadurch wird ein nach vorne offener C-Rahmen realisiert, der bei Krafteinwirkung in der Hebelbewegung von den beiden links und rechts liegenden Hebeln in entgegengesetzter Richtung abgestützt ist und den Kraftverlauf stabilisiert. Die Vorteile dieser Presse sind der große Arbeitsbereich nach vorne zum Hülsenhalter hin und die Eignung für große Kaliber mit einer langen L6.

Dies ist auch gleichzeitig der Nachteil der Ladepresse. Wer keine langen Magnum- bzw. Großwild-Expresspatronen verlädt, muss sich wegen dem langen Hub auf unnötig lange Bewegungen und Ladezeiten einstellen. Leider ist auch der Preis zu hoch, fast 400 Euro sind für eine Hebelpresse aus Guss mit simpler Mechanik, auch wenn diese etwas anders gebaut ist, einfach zu viel.                            

HORNADY L-N-L IRON PRESS
Diese Ladepresse ist seit 2016 in Deutschland verfügbar. Die Hebelpresse ist eine massive+ stabile Konstruktion aus einem geschlossenen Rahmen aus massivem Stahlguß mit reduzierten Führungstoleranzen zur sauberen Führung des Hauptzylinders. Was diese Presse von allen anderen auf dem Markt erhältlichen Pressen mit geschlossenem Rahmen unterscheidet, ist ihr frei zugänglicher Arbeitsbereich rund um die Arbeitshauptsäule. Mit 180° Öffnungswinkel realisiert der A-Rahmen dieser Presse die größte Ausnutzung des Arbeitsraumes um den Hülsenhalter bei einer O-Rahmenpresse, die in Bezug auf die Form an ein A erinnert. Am Hebelgelenk ist eine zusätzliche Feder montiert. Wie bei der normalen Version entfällt auch das Ein- und Ausschrauben der Matrizensätze durch den Drehwarzenverschluss (Lock-and-Load System).

Die Presse hat außerdem ein Zündhütchensetzsystem und verschiedene Halter für weitere Werkzeuge auf dem Pressenkopf wie z.B. Zündglockenreiniger und Hülsenmundentgrater.
Durch diese Ausstattung kann man den Ablauf der einzelnen Bearbeitungsschritte bei der Serienhandhabung zur Presse hin führen (aber leider gibt es auch hier einen entscheidenden Nachteil). Hülsenhalter passen u.a. die handelsüblichen, spezielle Halter sind nicht erforderlich. Man merkt, dass sich bei dieser Entwicklung einige Köpfe Gedanken gemacht haben, die über sehr viel Erfahrung beim Wiederladen verfügen. Man ist die Sache technisch versiert und handhabungstechnisch praktikabel angegangen. Der grösste Vorteil ist die freie Zugänglichkeit zur Hülse ohne eine störende Säule des Pressenrahmens.
Preislich gesehen kann man die neue IP in einem noch akzeptablen Bereich zu einem
Preis unter 300 Euro bekommen, sodass man zusammen mit der lebenslangen Garantie (die Hornady auf die Presse gibt) von einer grundsätzlich empfehlenswerten Hebelpresse sprechen kann, wenn die sich Verarbeitung und Fertigungstoleranzen in einem vertretbaren Maß bewegen.

Turban Präzipress
Noch ein paar Worte zu sog. "High End"- Ladepressen im oberen Preissegment:
Der z.Z. einzige deutsche Anbieter, die FA. Turban, bietet Ladepressen in 3 versch. Versionen an. Eine 2-Säulen Rahmenversion "Präzipress" mit 105mm Hub und zwei 3-Säulen Rahmenversionen mit je 120mm und 140mm Hubweg. Die Pressen orientieren sich stark an den amerikanischen Vorbildern, der RCBS Ammo Master und der HORNADY .50 BMG-Presse. Mechanisch gesehen bleibt die PP eine Hebelpresse nach dem gleichen, einfachen Prinzip mit einem Handhebel, einer Hubstange und 2 Umlenkhebeln.

Der Hauptunterschied ist jedoch die ausschl. Verwendung von hochwertigen Materialien wie z.B. zerspantem Vergütungsstahl mit geschliffenen Säulen, Randschichthärtung sowie einer zusätzlichen OF-Beschichtung und einer mitlaufenden Brücke, die den Pressenstempel in allen Positionen während des Hubes zusätzlich führt.

Es ist zwar begrüßenswert, dass sich endlich ein deutscher Maschinenbauer der Sache angenommen hat, aber: Der Hauptnachteil bei dieser Presse ist der Umstand, dass man hier ein technisches Gimmick zuviel angebracht hat und dadurch einen
viel zu hohen Preis generiert hat. Nicht, dass echtes "Made in Germany" die Sache wert wäre, aber: Selbst versierten Wiederladern sind VK's zwischen 750 und 950€ für eine einfache mechanische Hebelpresse eben ein deutlicher Happen zuviel. Nach unserer Erfahrung Sicht reicht eine normal tolerierte und gut geführte Pressenstange in einer ausreichend stark dimensionierten Grundplatte völlig aus.
Man kann deshalb auf die mitlaufende Führungsbrücke problemlos verzichten, ohne dabei irgendwelche Präzisionseinbußen mit der wiedergeladenen Munition zu haben. Ausgezeichnete Streukreise sind ohne Probleme auch mit Ladepressen und einem Pressenspiel zwischen 0,1-0,2mm machbar. Hier sind andere Dinge entscheidend. Auch der lange Hubweg sollte bei der PräziPress überdacht und anwendungsspezifisch, d.h. nach Kalibergruppen gestaltet werden.

Das grösste Manko bei der Präzipress ist aber eindeutig die ungünstige Position der innenseitigen Säule.
Eine in der X-Achse ausreichend nach rechts versetzte Säule würde den aus praktischer Sicht notwendigen Zugriff und den notwendigen Freiraum beim Ladevorgang ergeben.

Es stellt sich die Frage, wann in absehbarer Zeit vergleichbare Ladepressen mit einem markt- und anwendergerechten Preis auf den Markt kommen werden. Zumal bei der Präzipress die Kalkulation jetzt für jeden Insider ein offenes Buch ist, da der Hersteller (wohl in gutem Glauben) bereitwillig alle Informationen ins Netz gestellt hat. Materialeinsatz, Herstellkosten und Gewinn sind aufgrund der auf der Turban-Homepage einzusehenden Informationen* für jemanden aus der Branche leicht nachzuvollziehen und der Markt unter den deutschen Metallzerspanern ist sehr hart umkämpft.
(*Als besonders kritisch ist das Video im Netz über den Herstellungsprozess anzusehen.)

Es wird wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit sein, bis uns Wiederladern Präzisionladepressen mit den gleichen hochwertigen Materialien wie oben aufgeführt, aber in etwas vereinfachten Versionen (z.B. ohne eine Führungsbrücke) von anderen Herstellern, zu einem erschwinglicheren Preis angeboten werden (z.B. für die Hälfte einer derzeit erhältlichen PräziPress in der kleinsten Version). Aber vielleicht überrascht uns der Hersteller selbst bald schon mit einer vereinfachten und günstigeren Basisversion der PräziPress. Wir denken, dass sich viele andere Wiederlader sicherlich auch darüber freuen würden.

Nachteile
- Eingeschränkter Arbeitsbereich
- Zu langer Hub, größere Ladezeiten
- Zu hoher Preis


Empfehlungen zum Kauf von Hebelpressen
Aus den oben aufgeführten Gründen ist im Moment die Wahl einer Hebelpresse eines amerikanischen Anbieters aus dem mittleren bis oberen Preissektor für den anspruchsvollen Wiederlader weitaus sinnvoller. Für die Hälfte des Preises einer teuren PP sind einige solide und präzise Geräte am Markt, die sehr robust, präzise und zuverlässig sind und kaum Wünsche offen lassen. Welche Ladepressen nach unseren Erfahrungen die besten für jagdliche Wiederlader sind, können Sie u.a. in unserem
neuen Kapitel lesen.

Wie bereits oben erwähnt, ist es besser, die Ersparnis gegenüber der PP in Maßnahmen zu investieren, die wirklich präzisionsfördernd sind, und das sind einige!   

Zündhütchen setzen  
Eigentlich ist es unverständlich, warum die Auffassungen, wie man beim Bezündern von Hülsen vorgehen soll, unter Wiederladern so unterschiedliche Meinungen herrschen. So kursieren im Netz diverse Hinweise, dass "Zündhütchen mit möglichst viel Kraft und immer so tief wie möglich in die Zündglocke gedrückt werden sollten". Zündhütchensetzgeräte bräuchte man überhaupt nicht, da die Zünder "nicht mit Gefühl  zu setzen" wären. Dann machen wir das mit dem Setzen der Zündhütchen irgendwie doch falsch und haben mit unserer Setztechnik seit 3 Jahrzehnten offensichtlich nur Glück gehabt... Oha!

In diesem Zusammenhang fällt dem Verfasser das wunderbare Sprichwort ein:
"Es g i b t keine Zufälle..."   

Das Zündhütchen in einer Hülse ist grundsätzlich immer eine Passung in einer bestimmten Toleranzlage. Da jede der beiden Komponenten innerhalb eines speziellen Toleranzbereiches gefertigt wird, ergeben sich auch unterschiedliche Konstellationen. Nach meinen Erfahrungen gibt es tatsächlich sehr große Unterschiede in Bezug darauf, wie sich diese Paarung gestaltet. Es hat auch einen unmittelbaren Einfluss darauf, wie das Zündhütchen überhaupt gesetzt werden kann. Hier gibt es einige Kombinationen, die große Probleme bereiten.

Nichtdestotrotz muss ein Zünder immer korrekt, d.h. mit dem geeigneten Arbeitsgerät und vor allem mit der richtigen technischen Umsetzung platziert werden. Beachtet man dies, wird man mit der entsprechenden Auswahl, Behandlung und Lagerung keine Enttäuschung erleben und gute Ergebnisse mit einer sehr hohen Sicherheit der Zuverlässigkeitsquote erzielen. Wer hier Geld einsparen will und meint, mit der oben beschriebenen Gewaltmethode arbeiten zu müssen, wird früher oder später sein Lehrgeld dafür zahlen müssen.  



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