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Übungsmunition

Munitionstechnik

Training mit Übungsmunition
"Nur ein guter Schütze kann auch ein guter Jäger sein"
Üben ja, aber muss es immer gleich die teure Jagdmunition sein? Nein, natürlich nicht. Aber wer meint, auch hier zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen zu müssen und sowohl zur Jagd als auch zum Training irgendeine, d.h. minderwertige Munition mit einfachen Geschosskonstruktionen zu verwenden, bewegt sich auf sehr dünnem Eis.

Wir können nicht eindringlich genug von dieser Praxis abraten. Billige oder falsche Jagdgeschosse im Sinne der zu beachtenden munitionstechnischen Parameter und des Verwendungszwecks versagen viel zu oft, und dies in vielfältiger Form. So etwas ist nur "gut" für Nachsuchen, verlorenes Wild oder entgangene Lebenstrophäen.   

Welche Möglichkeiten gibt es für Nichtwiederlader?
1) Das Kontroll- und Übungsschiessen mit guter Jagdmunition und richtig ausgewählten Geschossen, so wie sie auch zur Jagd geführt wird. Das ist zwar kostenintensiv, aber waidgerecht. Diese Variante zahlt sich aber langfristig jagdlich gesehen immer aus. Insbesondere dann, wenn man in erster Linie nur die üblichen Kontrollschüsse abgibt und auf dem Stand stets nur eine überschaubare Anzahl von Übungsschüssen macht.   

2) Das zusätzliche, regelmäßige Trainingsschiessen mit günstiger (Übungs-)Munition. Vorgehensweise: man macht 5-10 Schüsse mit der Übungsmunition auf der 50m oder 100m-Scheibe (je nachdem, für welche jagdliche Distanz man üben möchte). Dann korrigiert man die Ziefernrohrverstellung, bis die Treffpunktlage mit der Übungspatrone erreicht ist. Unerlässlich ist es, sich die exakte Anzahl der horizontalen und vertikalen Verstellungen/Klicks am Zielfernrohr zu notieren, damit man für die Jagdmunition später wieder seine Ursprungseinstellung am Zielfernrohr bekommt, ohne die Waffe wieder neu einschiessen zu müssen.

Tipp: Bei der Re-Korrektur muss man beachten, dass die Rückstellung zur ursprünglichen Position bzw. Klicks aus der g e g e n t e i l i g e n Richtung erfolgt (man erreicht dies mit einer 1/2 bis einer vollen Überdrehung).  

   

RWS CINESHOT
Welche Munition zum Training für seine Waffe letztendlich am besten taugt, muss man natürlich ausprobieren. Eine Munition mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis ist z.B. die Cineshot-Übungsmunition von RWS. Sie brennt sehr sauber ab und das Geschoss hinterlässt keine Tombakfahnen im Lauf (für Indoor-Schiessanlagen konzipiert).

Auch wenn die Munition nicht b
esonders präzise ist, tut das dem Verwendungszweck für das jagdliche Training keinen Abbruch. Schließlich geht es in erster Linie darum, den Umgang mit der Waffe im Schiessbetrieb zu festigen und jagdliche Situationen zu simulieren.

Selbst als Wiederlader ist der günstige Stückpreis pro Patrone noch verlockend, zumal das Hülsenmaterial erstklassig ist. Aber auch Nichtwiederlader können ein weiteres Schnäppchen damit machen, indem sie die abgeschossenen Hülsen sammeln und in 100er Größen des gleichen Loses z.B. über egun an Wiederlader versteigern.


RWS Cineshot-Munition (z.Z. in 7x64, .308 Winchester, .30-06 Springfield,  
.300 Win.Mag, 8x57 IS und 9,3x62 Brenneke erhältlich)


Messdaten RWS Cineshot im Kaliber 8x57IS
Vo: 717 m/s 51cm Lauflänge
Vo: 731 m/s 58cm Lauflänge
Vo: 747 m/s 61cm Luflänge

Günstige Munition
Weitere preisgünstige Munition, die sich zum Training eignet, gibt es u.a. von:

  • FEDERAL

  • GECO

  • HORNADY

  • REMINGTON

  • Sellier & Bellot

  • WINCHESTER


"Billige" und schlechte Munition
Sehr vorsichtig muss man bei Munition aus osteuropäischer Herkunft sein. Ganz am Ende der Qualitätsskala hinsichtlich Verarbeitung, Zuverlässigkeit und Präzision steht Munition, die in Russland und im ehemaligen Jugoslawien produziert wird.

Es ist fast schon unglaublich, welche Mängel mit solcher Munition auftreten können. Davon können jegliche Patronenkomponenten betroffen sein. Die "Hitliste" reicht von Zündversagern, losen Geschossen, unvollständig+ unregelmäßig abbrennenden Pulvern, Schwankungen bzgl. Fertigungstoleranzen, bis hin zum spröden Hülsenmaterial, das die Zuführung beim Laden blockieren kann und Hülsenklemmer, die letztendlich den gleichen Effekt haben.

Was allerdings auf dem Schießstand noch für herzhafte Lacher sorgt, ist auf der Jagd ein absolutes "NoGo" für die jagdliche Verwendung.     

Fazit
Der jagdliche Erfolg steht und fällt mit der richtigen Auswahl der passenden Munition (und dem richtigen Geschoss).
Man sollte allerdings auch bei Übungsmunition immer zuerst verschiedene Sorten ausprobieren, da die Unterschiede je nach Waffe teilweise signifikant sind.
Das Wichtigste ist aber der
positive Effekt durch das Training.

Hierbei finden Schütze und Waffe zusammen. Dies bewirkt neben der Steigerung der eigenen Schiessfertigkeit mit der jeweiligen Waffe nämlich einen zusätzlich positiven, psychologischen Effekt. Auf der Jagd trägt das maßgeblich zu einem positiven jagdlichen Ergebnis bei.


Nächstes Kapitel  
=>Vernickelte Hülsen<=

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