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Tipps zum Ziel- und Haltepunkt Teil 2

Jagd

Der optimale Haltepunkt
Der sicherste und am besten umsetzbare Haltepunkt ist der Schulterschuss, der durch beide Schulterblätter geht. Aufgrund unserer jahrzehntelangen Erfahrungen an vielen auf diese Art erlegten Stücken können wir bestätigen, dass ausnahmslos jeder Schuss, der durch beide Schulterblätter geht und diese "bricht", auch immer ein sofortiges Verenden am Anschuß bewirkt.


Diese Schußplatzierung hat auch den Vorteil, dass die Wahrscheinlichkeit, das Stück dabei krankzuschießen oder sogar ganz zu verfehlen, deutlich geringer ist als bei anderen Treffersitzen.  
Man kann dabei oft beobachten, wie die getroffenen Stücke noch mit den Hinterläufen schlegeln oder versuchten, sich abzustoßen. Jedenfalls ist nach meinen Beobachtungen an selbst erlegten Stücken keines der so getroffenen Stücke mehr in der Lage, sich noch in einer Todesflucht vom Anschuss wegzubewegen. Alle diese Stücke sind innerhalb kürzester Zeit verendet.

Erfahrungen mit JASW

Wirkung
Einer der erfahrensten Jäger aller Zeiten, der berühmte Großwildjäger John Taylor, hat es sinngemäß so beschrieben:
Es ist immer am besten, egal welches Wild (einschl. Elefant), das Geschoss stets mitten auf die Schulter zu setzen, um diese zentral zu durchschlagen.

Taylor erläutert auch, warum das so ist:
Die größte, am besten zu erfassende und gleichzeitig auch die verwundbarste Körperpartie bei jedem Stück Wild ist der Schulterbereich. Hierbei liegt die lebenswichtigste Zone im Bereich zwischen den beiden Schultern. Die großen Haupt-Arterien befinden sich über dem Herz und bilden einen großen Trefferbereich. Der Schuss in bzw. durch die Schultern ist deshalb so wirkungsvoll, weil er ein sofortiges Zusammenbrechen durch die Erschütterung des Nervensystems in Verbindung mit heftigen inneren Blutungen bewirkt. Aus diesem Grund können derart getroffene Stücke nicht wieder aufzustehen und weglaufen.

Abschließend fügt er noch hinzu, dass er auf diese Weise tatsächlich tausende Stücke aller Arten von Wild bis hin zu Elefanten erlegt hat und er sich nicht ein einziges Mal daran erinnern konnte, dass davon auch nur ein einziges nicht sofort zusammengebrochen oder wieder auf die Läufe gekommen und geflüchtet wäre.

Wir können den Wahrheitsgehalt dieser Erläuterung aufgrund von unseren gemachten Erfahrungen in der Jagdpraxis nur bestätigen.

Weitere Vorteile dieses Haltepunktes
Durch die relativ hohe Schußposition wird der oft unterschätzte, tiefe Durchgang des Geschosses im Bereich des gegenüberliegenden Wildkörpers auf der Ausschußseite in der Regel kompensiert.
Dadurch braucht man sich keine Gedanken zu machen, höher anzuhalten zu müssen und dadurch möglicherweise wiederum einen Fehl- oder Krellschuss zu riskieren (wenn man von einem sehr steilen Schuss aus hoher Position absieht).

Und mehr noch: Mit diesem Zielpunkt erfasst die Bahn des durchgehenden Geschosses oft auch der sofort tödliche Bereich der Hauptblutgefäße wie die Aorta.

Faktoren
Spezielle Schussplatzierungen können ein blitzartiges Verenden am Anschuss bewirken. Grundsätzlich Hierbei ist außer der Anatomie immer zu berücksichtigen, dass jede Schussabgabe eine spezielle Situation darstellt:
- Sichtweite
- Lichtverhältnisse
- Wildart
- Anzahl d. Stücke(s)
- Umgebungseinflüsse
- Kaliber
- Geschoss
- Schussposition
 

Anmerkungen zum "Kugelschlag"
Auch, wenn einige Schützen es behaupten: Das dumpfe Geräusch, das bei der Energieabgabe eines Geschosses im Wildkörper entsteht, ist leider kein sicheres Merkmal für den Schützen, um zu beurteilen, ob er ein Stück getroffen oder verfehlt hat!

Der Kugelschlag keineswegs immer zu hören, selbst wenn die Schussdistanz groß genug und der zeitliche Abstand zwischen Schussknall und Geschosseinschlag ausreichend für die menschliche Wahrnehmung ist.
Das heißt in jedem Fall, dass man ein beschossenes Stück nicht gleich "abschreiben" sollte, wenn das Stück ohne zu zeichnen abgeht und man keinen dumpfen Schlag gehört hat und dadurch vielleicht denkt, vorbeigeschossen zu haben.

Der Kugelschlag ist grundsätzlich vom Schützen umso besser zu hören, je
weiter die Schussentfernung zum Wildkörper ist (Minimum etwa 50m) und umso größer der Zielwiderstand für das Geschoss ist. Man kann es recht treffend mit einem "Tschupp"  beschreiben. Es macht übrigens vom Geräusch her durchaus einen Unterschied, ob das Geschoss nur durch die Rippen oder durch beide Blattschaufeln geht und natürlich auch, je schwerer die Masse des getroffenen Stückes ist.

Zusammenfassung
Der optimale Treffersitz bewirkt die sofortige Bewegungsunfähigkeit des getroffenen Stückes in Verbindung mit einem schnellen Verenden aufgrund des vom Geschoss zerstörten Gewebes, von getroffenen Organen, Knochen, Muskeln, Blutgefäßen und Nerven. Voraussetzung für ein schnelles Verenden ist allerdings, dass das Geschoss den getroffenen Wildkörper in einem geraden, richtungsstabilen Kurs von der Eintrittsseite zur gegenüberliegenden Körperseite des Stückes durchschlägt.

Sehr wichtig ist auch eine ausreichende Tiefenwirkung und ein zusätzlicher Blutverlust über eine Austrittswunde. Der Ausschuss gewährleistet in Verbindung mit dem richtigen Kaliber und Geschoss immer eine sichere Schweissfährte. Auch wenn es in verschiedenen Situationen erst im Verlauf der Fluchtstrecke zum Schweissaustritt kommt (bei bestimmten Wildarten u.U. auch überhaupt nicht), erleichtert dies die Totsuche bei einem ungünstigen Treffersitz oder bei einem ungünstig verlaufenden Schusskanal enorm.


Was man noch beachten muss und wie man die Auswirkungen seines Schusses
nochmals deutlich verbessern und effektiv nutzen kann, lesen Sie hier:
=>Wirkungstreffer<=


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