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Spezialgeschosse

Jagdgeschosse


HDS (WOODLEIGH) und DSG (WLT)

Aufgrund der inzwischen weltweiten Dominanz von Massivgeschossen in Großwildkalibern, die aus Messing gefertigt werden und nicht die Schwächen der herkömmlichen Vollmantelgeschosse aufweisen wie Biegung, Stauchung, Kernauspressung, bietet der australische Geschosshersteller eine Art "modifiziertes" Solidgeschoss an. Durch die abgesetzte Kopfform soll eine "hydrostatisch stabilisierende" Wirkung bei gleichzeitiger Richtungsstabilität eintreten.


In der Jagdpraxis sieht das allerdings so aus: Es gibt k e i n e r l e i Wirkungsunterschied zu anderen Solidgeschossen. (Hinweis: bei diesem Anwendungsbereich ist der Effekt von den Parametern Geschosquerschnitt, Masse, Vz, WVw, TS und Drallstabilität abhängig).

Ausserdem gibt es weder irgendeinen Grund noch einen Vorteil, den das HDS auf der Habenseite für sich verbuchen könnte.       


Bei dem DSG geht der deutsche Anbieter sogar noch weiter. Diese Konstruktion wird als Geschoss für die jagdliche Verwendung mit folgenden Eigenschaften beworben:

Hier wird ein homogenes Geschoss aus einer Messinglegierung angeboten, das man als nicht deformierende Massivkonstruktion auch auf der Jagd für Schalenwild einsetzen könnte. Die hervorragende Wirkung käme aufgrund eines "Verdrängens der Kompressionsenergie" zustande.


Dabei käme die Konstruktion völlig ohne Geschossdeformation aus und würde unabhängig von Wildart, Treffersitz und Kaliber eine gute Wirkung mit kurzen Fluchtstrecken erbringen. Darüber hinaus wäre durch die Spitze ein guter B.C. für eine flache Flugbahn gegeben.


Haben wir noch etwas vergessen? Ach ja: das DSG hat sogar einen doppelten Scharfrand. Jetzt stellt sich die Frage, ob das nun doppelt so sinnlos ist wie der normale Scharfrand (oder ob es sich hier ebenfalls um einen neuen, bislang gänzlich unentdeckten zielballistischen, positiven Effekt handeln soll?).


Wir sprechen hier also von völlig neuen und absolut bahnbrechenden Erkenntnissen und können alle geltenden Parametern der zielballistischen Wirkung inkl. der pysikalischen Gesetzmäßigkeiten über Bord werfen.


Anm.:

Endlich konnte auch das Problem des "Vollmanteleffekts" durch nicht oder kaum deformierende Jagdgeschosse eliminiert werden. Und wir wissen jetzt auch, dass es nur an der Unfähigkeit der Munitions- und Geschosshersteller auf der ganzen Welt gelegen hat, ein gutes Jagdgeschoss zu entwickeln und auf den Markt zu bringen...        


Fazit
Es ist eigentlich überflüssig zu sagen, dass sich der Gebrauch von völlig untauglichen "Wunder-"Geschossen für den "normalen" Schuss auf Wild verbietet.


Jeder jagdliche Schütze und jeder gestandene Jäger, der sich dem jagdlichen Ehrenkodex gegenüber dem Wild verpflichtet fühlt, wird immer bemüht sein, sein Wild mit einer sofortig tödlichen Wirkung und möglichst ohne Fluchtstrecke zu erlegen. Mit solchen Phantasiekonstruktionen ist dies natürlich nicht möglich.


Die oben aufgeführten Geschosse sind übrigens auch n i c h t bleifrei, denn die handelsüblichen Messinglegierungen beinhalten noch immer einen Bleianteil zur prozesssicheren Zerspanbarkeit auf CNC-Maschinen.  


Immerhin können die Geschosse wiedergeladen eine sehr gute Präzision erreichen und stanzen durch den Scharfrand sehr schöne Löcher auf Papierscheiben.       

(Wir bedanken uns an dieser Stelle für Ihre Rückmeldungen zu den o.a. Geschossen aus der Jagdpraxis.)

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