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RWS TUG

Jagdgeschosse > Teilmantelgeschosse

Beschreibung
Das TUG ist eines der frühen deutschen Spezialjagdgeschosse, welche die Standardkonstruktionen ergänzte. Durch den festeren, dualen Bleikernaufbau wollte man wie beim Nosler Grand Slam mit dem Geschoss eine höhere Tiefenwirkung erzielen und die kaliberbezogene Wildtauglichkeit für bestimmte Wildarten, auch für die Auslandsjagd nach oben erweitern. In der Praxis hat sich allerdings gezeigt, dass diese Forderung nur insofern erfüllt wird, wenn der praktikable Wirkungsbereich innerhalb eines ganz bestimmten Geschwindigkeits- Zielwiderstandsfensters liegt. Das Geschoss stösst sowohl im unteren als auch im oberen Einsatzbereich sehr schnell an seine Grenzen.

Praxisbeispiele
Beim TUG sind in der Jagdpraxis sowohl Über- als auch Unterforderungen in Bezug auf das Geschoss möglich. Dabei ergibt sich ein völlig unterschiedliches Energieabgabeverhalten. So ist zum Beispiel ist die Augenblickswirkung des TUG aus einer Repetierbüchse im Kaliber .30-06 mit einer Standardlauflänge von 61cm auf bestimmte Wildarten und Stücke mit einem äquivalenten Körperbau viel zu gering. Damit fällt die Schweissfährte marginal aus. Auf andere Wildarten kann die Wirkung hingegen recht gut sein, sowohl was Energieabgabe als auch Ausschusswahrscheinlichkeit angeht. Aber selbst hier kann der Ausschuss für die Wundfährte zu klein ausfallen.

Im beliebten Afrikakaliber .375 genießt das TUG überhaupt keinen guten Ruf, insbesondere, wenn es auf die großen Antilopen oder Büffel eingesetzt wird, was n i c h t empfohlen wird. Hier kommt es häufig zu starken Ablenkungen im Wildkörper oder Vollzerlegungen, bedingt durch den Geschossaufbau, der mit dem Zielwiderstand einfach überfordert ist.

    

Fazit
Auch das TUG bestätigt die Praxiserfahrungen, wie wichtig die Auswahl des Kalibers und der zu bejagenden Wildart ist, um eine verlässliche Wirkung zu erzielen.
Dieses Geschoss ist nach meiner Auffassung eines der am Schwierigsten zu beurteilenden Konstruktionen hinsichtlich der möglichen technischen und jagdlichen Konstellationen. Es ergeben sich unzählige Kombinationen bei jagdlichen Anwendungen, wo das Geschoss seinen Dienst entweder ausgezeichnet verrichtet oder völlig versagt.


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