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Nosler E-Tip

Jagdgeschosse > Bleifreie Deformationsgeschosse

Kurzbeschreibung und Geschossaufbau
Auch bei Nosler fertigt man ein massestabiles Jagdgeschoss aus einer Kupferlegierung mit verdeckter Hohlspitze. Das sogenannte "E-TIP"-Geschoss ist ähnlich dem Barnes TTSX aus homogenem Kupfer aufgebaut und mit einer farbigen Polymerspitze versehen.

Dieses Geschoss ist aufgrund seiner Legierung härter als das Barnes-Geschoss. Unter Berücksichtigung der entscheidenden Parameter hält das Geschoss bei richtig gewählten jagdlichen Anwendungsfällen den jeweiligen zielballistischen Anforderungen im Zielmedium stand.

Bei Nosler legt man übrigens Wert darauf zu erwähnen, dass man auf Einstiche oder Führungsbänder ganz bewusst verzichtet hat, um die volle zylindrische Führungsfläche des Geschosses beim Durchgang durch den Lauf zu erhalten.

Die E-Tip Geschosskonstruktion gewährleistet unter den oben beschriebenen Voraussetzungen hohe Restgewichte mit einem guten Wert von U
M <=> EM. Als Richtwert ist hier eine ähnliche Schwelle wie bei allen tauglichen, homogenen Deformationskonstruktionen anzusetzen. Aber auch hier muss man in der Praxis mit deutlichen Wirkungsunterschieden leben. Je nach Anwendungsfall und Querschnittsbelastung (die nicht nur waffenspezifisch ist) muss man erhebliche Abstriche machen.

Es kann z.B. durchaus vorkommen, dass sich das Restgewicht des Geschosses auf bis zu 70% reduziert. Das ist zielballistisch gesehen aber immer noch ein ganz hervorragender Wert, zumal bei der richtig gewählten Kombination der Einflussgrößen noch eine ausreichende Sicherheit bei ungünstigen Faktoren vorhanden ist.
Im Vergleich dazu hat ein modernes Einkammer-Bleikerngeschoss mit verlötetem Geschossmantel bei diesem Belastungsgrad schon längst versagt und kann keine sichere wundballistische Wirkung mehr gewährleisten.   
    


Zielballistische Wirkung

Wie bei allen vergleichbaren Deformationsgeschossen sind generelle Empfehlungen oder sichere Richtwerte für eine Mindestzielgeschwindigkeit V
Z n i c h t möglich (auch wenn es für das Nosler E-Tip eine untere Mindestgeschwindigkeitsgrenze gibt).
Praktikable jagdliche Einsatzempfehlungen in Bezug auf definierte Geschwindigkeitsfenster oder Schussdistanzen können nur unter Berücksichtigung des Einsatzbereiches, jagdlicher Anwendung, der jeweiligen Waffe und der daraus resultierenden tatsächlichen Geschossbeanspruchung ausgesprochen werden.

Dies gilt übrigens auch für die Geschossmasse. Diese muss keineswegs immer geringer sein als mit Teilmantelgeschossen mit Bleikern. Es gibt ein riesiges Spektrum von jagdlichen und waffen- und kaliberspezifischen Anwendungskombinationen. Die Wahl des Geschossgewichtes muss immer nach diesen Kriterien erfolgen. Aus diesem Grund kann die Masse sowohl nach unten als auch nach oben gehen.    

Wer diese Faktoren nicht berücksichtigt, muss auch bei diesem Geschoss mit längeren Fluchtstrecken oder dem Verlust der beschossenen Stücke rechnen. Für eine zuverlässige Geschosswirkung im Wildkörper ist je nach Wildart, Körpergewicht vor allem der jagdliche Einsatzbereich entscheidend, wobei die Waffe eine gleichwertige Rolle spielt.

Auch Empfehlungen in Bezug auf maximale Schussdistanzen müssen aus diesem Grund immer im Einzelfall betrachtet werden. Je nach Geschossquerschnitt sind hier erhebliche Streuungen bei den Werten (sowohl nach oben als auch nach unten) möglich. Es ist daher nicht einfach, mit einer bestimmten getroffenen Auswahl auf Anhieb eine zufriedenstellende Wirkung zu erreichen.        

Fazit
Generell gesagt müssen Spezialkonstruktionen wie das E-Tip nicht unbedingt gut oder schlecht sein. Allerdings muss die tatsächliche wundballistische Wirkung auf die geeigneten Voraussetzungen abgestimmt werden und mit der Kombination der eigenen Waffe unter realen Jagdbedingungen mit Bedacht eingesetzt und in Ruhe ausgewertet werden.

Wie bereits an anderer Stelle beschrieben, gibt die vom Hersteller oder Anbieter beschriebene Geschosswirkung aus Gelatinetestbeschüssen je nach Kaliber nur Idealbedingungen für das Geschoss in der günstigsten Konstellation wieder. Die meisten Berichte von jagdlichen Erlegungen im Netz sind deshalb nicht aussagefähig, weil entweder wichtige zielballistische Parameter nur teilweise oder überhaupt nicht aufgeführt werden.

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