Norma Oryx - JASW

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Norma Oryx

Jagdgeschosse > Teilmantelgeschosse

Aufbau und Praxiswirkung
Das Norma Oryx ist eine einfache Teilmantelkonstruktion nach dem aktuellen Stand der Jagdgeschosstechnik. Hierbei ist der Geschossmantel mit dem Bleikern verbunden, sodass sich die Geschosshülle normalerweise nicht vom Bleikern abschält.

Das Geschoss hat ein recht gutes Verhältnis von Energieabgabe (Expansionsfähigkeit) und ausreichender Tiefenwirkung. Man hat bei Norma aufgrund der jahrzentelangen Erfahrung ein glückliches Händchen für den Härte- bzw. Zähigkeitsgrad der Komponenten beim Oryx gehabt. Dies macht das Geschoss hinsichtlich der Bandbreite für recht viele jagdliche Anwendungen gut anwendbar. Obwohl die Abwärtskompatibilität des Geschosses grundsätzlich gut ist, gibt es in einigen Kalibern Probleme mit der Augenblickswirkung auf leichtes Wild.  

Von Norma werden allerdings relativ hohe durchschnittliche Restgewichte mit einem Restmasseanteil über 90% angegeben, die aber in der jagdlichen Praxis teilweise bei Weitem nicht erreicht werden. Erfahrungsgemäß haben Einkammer- bzw. Teilmantelgeschosse mit einem Bleikern aus einer homogenen Bleilegierung leider immer den Nachteil, dass es bei bestimmten Anwendungsfällen und je nach Kaliber zum Geschossversagen kommt.

Das Problem hinsichtlich der Geschosswirkung bei nach oben steigender Belastung ist, dass dann der ohnehin reduzierte Wirkungsgrad des Geschosses plötzlich völlig einbricht. Im Vergleich mit der optimalen Wirkung des Oryx (oder besser gesagt, die ideale Konstellation von Waffe, Kaliber und jagdlicher Anwendung), wo das Verhältnis von Expansion und Tiefenwirkung noch in Ordnung ist, kommt es bei falschen Anwendungen zum
Totalversagen (unzureichende Tiefenwirkung auf den Organbereich sowie fehlender Ausschuss). Lange Fluchtstrecken ohne Schweißfährte bedeuten äußerst schwierige Nachsuchen und eine hohe Verlustrate.

Im "Normalfall" ist das Oryx aber ein Jagdgeschoss, dass seinen Dienst am Stück durchaus zuverlässig verrichten kann. Dazu gehört eine gute Augenblickswirkung und eine für die Konstruktion relativ hohe Ausschusswahrscheinlichkeit.  

Munition
Das Oryx ist aktuell u.a. in folgenden Kalibern erhältlich:
- .222 Rem, .223 Rem., .22-250, .220 Swift
-  6mm Norma BR, 6XC, .243 Win.
-  6,5x55, 6,5-284, .270 Win., .270 WSM
-  7x57, 7x57R, 7x64, 7x65R, .280 Rem, 7mm Rem.Mag, 7mm B.M.
-  7,5x55
- .308 Win., .30-06, .300 WSM, .308 Norma Mag, .300 Win. Mag, .300 B.M.
-  8x57 IS, 8x57IRS
- .338 Win. Mag, .338 B.M.
- .35 Whelen
- .358 Norma Mag
- 9,3x57, 9,3x62, 9,3x74R
- .375 H&H, .375 B.M.  

Fazit
Das Oryx gehört zu den einfachen, modernen Teilmantelgeschossen, die leider immer noch stark von den zielballistischen Umgebungsparametern abhängig sind. Der Aufbau des Geschosses bewirkt, dass die Augenblickswirkung nicht auf alles beschossene Wild gleichmäßig ist.

Eine generelle Kaliberempfehlung für das Geschoss mit Angaben auf eine sichere Augenblicks- und zielballistische Wirkung ist auch beim Oryx (und wie bei vielen anderen Jagdgeschossen auch) n i c h t möglich. Außer den zielballistischen Komponenten sind es die situationsbedingten Umgebungseinflüsse beim Jagdeinsatz, die über eine zufriedenstellende Wirkung entscheiden. Im Vergleich mit vergleichbaren Geschosskonstruktionen aus Übersee ist das Oryx durchaus dem gehobenen Mittelsektor zuzuordnen.

Dies macht das Geschoss zu einem grundsätzlich empfehlenswerten Jagdgeschoss, das vor allem für den jagdlichen Einsatz bei normalen Jagdbedingungen gute Dienste leistet, wenn die Anwendung auf die Waffe, Kaliber und die Laborierung auf das Geschoss abgestimmt ist.  



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