März 2014 - JASW

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März 2014

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Aktuelles
Qualitätssiegel für den Wildbretverkauf
Nachdem Verbraucherschützer schon seit längerem schärfere Regelungen und Kontrollen für das Inverkehrbringen von Wildbret gefordert haben, soll die Messlatte jetzt noch höher gelegt werden. "Das zum Verzehr freigegebene Fleisch muss den heutigen Qualitätsstandards für Nahrungsmittel entsprechen. Dazu gehört nicht nur die Einhaltung des Verbotes von Inhaltsstoffen, die auf dem Index stehen, sondern auch mögliche Emissionsbelastungen durch einzelne Streupartikel, welche von Jagdgeschossen ausgehen".       

Es ist damit zu rechnen, dass es zusätzlich zu den bereits bestehenden Regelungen der Forstämter in Bezug auf die Verwendung von bleifreien Geschossen jetzt zu weiteren Auflagen kommen wird. Hierzu wird auch der Ruf nach einem generellen
Verbot von Zerlegungsgeschossen immer lauter. Einige als Teilzerleger konzipierte Jagdgeschosse beeinträchtigen die Qualität des Wildbrets teilweise erheblich, insbesondere dann, wenn relativ leichte und schnelle Geschosse verwendet werden (so, wie das von den vertreibenden Geschossherstellern empfohlen wird) und sich dann der Splitterregen des aufgelösten Geschosskopfes im Muskelgewebe verteilt.
Erste Reaktionen und technische Lösungskonzepte zur technischen Umsetzung gehen dahin, dass
zukünftig nur noch solche Geschosse verwendet werden dürfen, die so konzipiert sind, dass die Neigung zur Splitterfähigkeit im Wildkörper stark begrenzt ist. Ein weiterer Vorschlag beinhaltet, dass die Munition mit einem entsprechenden Gütesiegel und dem Hinweis "Blei- und splitterfreies Jagdgeschoss" gekennzeichnet wird.
(Anm.: So begrüßenswert, wie diese Forderung generell sein mag, bleibt nur zu hoffen, dass man sich der Problematik auf sachlicher Ebene stellt und letztlich auch sinnvolle Regelungen findet, die sich in technisch umsetzbaren Maßnahmen wiederspiegeln.)
  

Neue amerikanische Hochwildpatrone   
Eine weitere Neuentwicklung auf dem Jagdpatronensektor kommt mal wieder aus den USA. Die Firma NOSLER bringt eine neue Patrone im Kaliber .264 auf den Markt. Das
Kaliber .26 Nosler wäre in der metrischen Bezeichnung eine 6,5mm x 66 Nosler mit einen R1-Ø von 13,6mm. Nach dem Stand der Technik ist die Hülse als randlose Flaschenhülse ohne Gürtel als Schulteranlieger ausgelegt und damit für Repetierbüchsen konzipiert. Der Schulterwinkel beträgt 35°, um ein möglichst großes Pulvervolumen zu erzielen. Als mehrstufige Abwandlung der Mutterhülse .404 Rimless arbeitet die .26 Nosler in einem hohen Gasdruckbereich (max. 4500bar) und ist damit der Magnumklasse zuzuordnen. Nach dem Planungsstadium ist jetzt die Standardisierung nach SAAMI erfolgt, die Zulassung der europäischen C.I.P. steht noch aus.

Bei einer Hülsenkapazität um 6 Gramm soll die .26 Nosler aus langen Läufen mit 129grs leichten Geschossen Mündungsgeschwindigkeiten über 1000m/s erbringen und über eine entsprechend flache Flugbahn verfügen. Das sollte die Patrone in den Einsatzbereich einer Weitschusspatrone für leichtes bis mittelschweres Hochwild im Gebirge und für Langdistanzen auf Flächenwild katapultieren und wäre auch wenigen amerikanischen .264er Spezialkalibern ebenbürtig. Ausser den hauseigenen Repetierbüchsen ist die Auflage für die Serienproduktion von verschiedenen Waffenherstellern geplant (dazu erfolgt z.Z. eine Abstimmung per "Voting" im Internet). Es wird aber wohl noch eine Weile dauern, bis entsprechende NORMA-Hülsen für das Kaliber verfügbar sein werden.

Das europäische Pendant
Wer jetzt vielleicht auf den Geschmack gekommen sein sollte, kann für vergleichbare Jagdeinsätze besten Gewissens ein sehr bewährtes Hochwild-Weitschusskaliber in Betracht ziehen: die deutsche 6,5x68. Die fast 75jährige Patrone liegt leistungsmäßig recht nah bei der neuen .26 Nosler und kann mit sorgfältig ausgewählten Komponenten durchaus vergleichbare Leistungsdaten erzielen. Mit den richtigen waffentechnischen Komponenten lässt sich mit der 6,5mm Einiges realisieren. Ein weiterer Vorteil ist die einfache Beschaffung der Hülsen. Die 6,5x68 bietet sich mit den richtigen Geschossen für diesen Zweck geradezu an!

 
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