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Kaliber 12

Jagdkaliber

Das Kaliber .12 - Ein "Arbeitspferd" und "Alleskönner"  
Das weit verbreitete und bewährte Kaliber 12 gibt es in den Längen von 65, 67,5, 70, 76 und 89 Millimetern (Kaliberbezeichnung 12/L3 in mm oder in Zoll, 2,
1/2", 23/4", 3" und 31/2". Das Kaliber 12/70 steht in der Leistungsfähigkeit übrigens an der Spitze aller Schrotpatronen, vor allen kleineren Schrotkalibern und sogar noch vor dem Kaliber 10/89 Magnum.

Das Wirkungsprinzip der Schrotpatronenkaliber ist ebenso ein Novum wie genial. Der Vergleich mit den militärischen Glattrohrgeschützen mag zwar nicht ganz angebracht sein, aber das Funktionsprinzip ist im Grunde das gleiche: Eine schwere Vorlage wird mit einem offensiven Nitrozellulosepulver, dem ein gasdichtendes Zwischenmittel zwischengeschaltet ist, wird (bezogen auf einen relativ niedrigen Druck) in einem nicht gezogenen glatten Lauf auf eine hohe Mündungsgeschwindigkeit gebracht.

Nachdem sich die Vorlage (Schrotladung) nach dem Mündungsaustritt geöffnet hat, müssen die Schrotkugeln gegen den enorm bremsenden Luftwiderstand ankämpfen und verlieren dabei so schnell an Geschwindigkeit, dass die jagdliche Tötungswirkung in Folge des Schocktots bei mehr als 35-40 Metern nicht mehr zuverlässig gegeben ist. Die Ausnahme bilden die Spezialschrotpatronen wie Buckshot- oder Expresspatronen mit Schrotgrößen zwischen 6 und 9mm, welche eine höhere jagdliche Reichweite haben.
   
Sehr reizvoll ist auch das große Angebot an Munition. Es gibt neben den Jagd- und Sportschrotpatronen in den üblichen "normalen" Schrotgrößen von 2-4,5mm mit Vorlagen von 24g, 28g, 32g, 36g bis 40g im Kaliber 12/70mm sowie bis zu 52g im Kaliber 12/76mm noch die Spezialpatronen wie z.B. Streuschrotpatronen mit kleinen Schroten von 2,0 und 2,7mm.
Diese empfehle ich nicht nur für das Sportschiessen und die Baujagd/ Frettieren, sondern z.B. bei der Raubwildjagd auf Marder oder Schädlingen in Ställen und Scheunen und zur Fallenjagd, um gefangenes und eingesacktes Wild waidgerecht zu erlegen.

Zu erwähnen sind natürlich auch die Patronen mit Flintenlaufgeschossen. Allerdings eignen sich längst nicht alle Konstruktionen zur Jagd auf Schwarzwild! (siehe weiter unten)

Interessant sind auch Patronen mit groben Schroten zwischen 6 und 9 Millimetern Durchmesser, DUPLEX-Ladungen mit 2 verschiedenen Schrotgrößen (z.B. 3,25mm+2,8mm) sowie Spezialpatronen, die mit Gummigeschossen zu Verteidigungszwecken geladen sind.  

Leistungsdaten
Ein Jagdfreund hat dem Verfasser berichtet, dass er während einer Treibjagd von einer einzelnen Schrotkugel getroffen wurde. Die Kugel streifte seine Haut unterhalb des Kinns und verursachte eine stark blutende und sehr schmerzhafte Wunde. Er sagte, es hätte sich angefühlt, als ob ihm jemand mit einem glühenden Messer die Haut aufgeschnitten hätte...

Die erzielbaren Schrotgeschwindigkeiten (V
2,5) im Kaliber 12/70 variieren je nach Vorlagengewicht. Die schweren Jagdladungen im Bereich zwischen 36 und 40 Gramm liefern ca.380m/s. Leichte Sportschrotpatronen mit 28g oder nur 24g erbringen sogar Spitzenleistungen bis zu 420m/s. Diese Geschwindigkeitswerte werden auch nicht von der 12/76 trotz höherem Druck übertroffen. Dafür stehen aber dann satte 52g schwere Schrotladungen zur Verfügung. Ob man dieses "Mehr" an Schroten für eine bessere Deckung jagdlich überhaupt nutzen kann, muss jeder für sich selbst entscheiden. Einen Reichweitenvorteil mit normal großen Schroten ergibt die 12/76 gegenüber der 12/70 jedenfalls nicht, dafür aber einen deutlich höheren Rückstoss!      

Die 12/76 Magnum kann ihre Vorteile erst bei der Verwendung von gleich schweren Flintenlaufgeschossen sowie bei den groben Posten- und Buckshotladungen ausspielen, mit denen in erster Linie höhere Energien als mit der 12/70 erzielt werden können. Was den Rückstoss angeht: vergleicht man die 12/70 mit einer 12/76, kommt man durch die schweren Schrotladungen auf einen Unterschied von ca.40-50 % mehr an Rückstossenergie.    

Einteilung und technische Daten:
12/65/67,5/70mm: Arbeitsgasdruck  ca.650 bar
12/76mm: Arbeitsgasdruck ca.1050 bar
Blei+ und Stahlschrotgrößen:
Nr.9: 2,0-2,1mm (Stahl: Nr.7)
Nr.8,5: 2,2mm (Stahl: Nr.7)
Nr.7
1/2: 2,41mm (Stahl: Nr.6)
Nr.7: 2,5mm (Stahl: Nr.5)
Nr.6: 2,7-2,8mm (Stahl: Nr.4)
Nr.5: 2,9-3,0mm (Stahl: Nr.3)
Nr.4: 3,1-3,2mm (Stahl: Nr.2)
Nr.3: 3,3-3,4mm (Stahl: Nr.1)
Nr.2: 3,5-3,7mm (Stahl: Nr.0)
Nr.1: 3,8-4,0mm (Stahl: Nr.0)
Nr.0: 4,0-4,2mm
4BK: 5,5mm (amerik. Bezeichnung)
00: 8,6mm (amerik. Bezeichnung)
000: 9,2mm  (amerik. Bezeichnung)

Choke-Bohrungen im Kaliber 12
Nachfolgende Messungen an einigen Flinten (Beretta, Rossi, Winchester) am Laufinnendurchmesser an der Mündung ergaben die unten aufgeführten Messwerte (ChokeØ in Millimeter):

  • Zylinderchoke: 18,56mm

  • Verbesserte Zylinderbohrung: 18,22mm

  • Modifizierte Zylinderbohrung: 18,03mm

  • 1/2 Choke: 17,98mm

  • 1/1 Choke: 17,42mm  


Munition mit Flintenlaufgeschossen
Echte "Leistungshämmer" sind die 12/76er Magnumladungen mit Bleigeschossen. Besonders beindruckend ist das Leistungspotential der Remington Magnum Slugger- Patronen. Die 3" Magnum Varianten mit einem 28 Gramm Fingerhut-Geschoss aus Blei gehen mit einer Mündungsgeschwindkeit von 550m/s bei über 4000 Joule Mündungsenergie aus dem Lauf.


Auch in der Federal Rifled Slug-Munition werden Blei-Hohlgeschosse verwendet.
Im Gegensatz zu den meisten anderen Standard-Flintenlaufpatronen sind diese allerdings mit einem superschweren 39(!) Gramm wiegenden Geschoss bestückt, das auf eine Mündungsgeschwindigkeit von 487m/s gebracht wird. Die Hauptverwendung der FL-Patronen liegt wegen der unzuverlässigen zielballistischen jagdlichen Wirkung Wild allerdings nur bei bestimmten jagdlichen Einsatzzwecken, polizeilichen Einsätzen und zur zivilen Verteidigung.

Die Patronen im Kaliber 12/76 Magnum produzieren dabei einen harten und schnellen Rückschlag.



                                  Aus dem Kapitel Die Schrotflinte für den Spezialeinsatz:  
                            =>Impressionen vom Schiessen mit starken 3" Magnum-Ladungen<=
                                                     
(Zugang nach kostengünstiger Registrierung)

Nicht tödliche Verteidigungsmunition
Weitere Spezialpatronen sind die mit Gummigeschossen geladenen Patronen von SAUVESTRE oder S&B, die z.B. im Rahmen eines Verteidigungseinsatz als Abschreckung in Verbindung mit scharfer Munition in der Eskalationsleiter eingesetzt werden können. Es gibt sie als kalibergroße Einzelgeschosse oder in 8-9mm großen Gummigeschosspaketen.

Ein Novum aus den USA waren übrigens die legendären STUN-BAG Defensivpatronen im Kaliber 12/70. Diese waren mit 40g schweren Bleihackschrot in reißfesten Leinenkissen gefüllt, das sich nach Mündungsausgang auf einen Durchmesser von 60mm(!) öffnete. Es gab die Patronen in 3 verschieden starken Laborierungen für effektive Reichweiten von 10, 25 und bis zu 40 Metern ("low", "medium", "high").

Diese Art der normalerweise nichttödlichen Verteidigungsmunition gibt es tatsächlich jetzt wieder im Handel. Die "Power Bunch Bean Bag" gibt es unter der Bezeichnung "Less Lethal EM1" vom österreichischen Hersteller DEFTEC NOWAR und verschiesst aus einer 12/76 Magnum eine 42 Gramm schwere Weicheisenlegierung, die in einer Socke gefüllt ist. Nach Verlassen der Mündung breitet sich die Vorlage mit der Socke aus der zylindrischen Form aus und wird mehr oder weniger zum flachen Pfannenkuchen.
Das Prinzip ist einfach: die Energie einer schweren Bleivorlage wird sofort und vollständig auf den Angreifer abgegeben, ohne die Kleidung oder die Haut zu durchschlagen. Die Ausgangsgeschwindigkeit der Vorlage von 85m/s wird durch den Luftwiderstand stark abgebremst, sodass nach meiner Einschätzung der wirkungsvolle Einsatzbereich nicht wie vom Hersteller angegeben bis zu 25 Meter beträgt, sondern höchstens 10-15 Meter, um einen Angriff auch sicher zu stoppen.

Bei der stetig fortschreitend desolaten Bedrohungslage durch die unkontrollierte Massenzuwanderung illegaler Einwanderer in Deutschland ist eine enorme Steigerung der allgemeinen Gewaltbereitschaft zu beobachten, z.B. durch kriminelle Banden und Familienclans aus dem osteuropäischen und nordafrikanischen Raum. Die Verwendung dieser Art der Munition zum Selbstschutz ist deshalb inzwischen als sehr kritisch anzusehen, zumal man im akuten Verteidigungsfall nicht mehr mit einem Einzeltäter, sondern gleich mit mehreren Angreifern zu tun hat, die zudem extrem gewaltbereit sind. Wer nicht möchte, selbst Opfer eines brutalen Gewaltverbrechens zu werden, muss für den aktiven Verteidigungsfall nach anderen (Munitions-)Lösungen suchen.

(siehe auch =>Die Schrotflinte für den Spezialeinsatz<=).   

Signalmunition und Böllerpatronen
Im Handel gibt es darüber hinaus auch Signalpatronen mit Leuchtspur, auch Knall- und Böllermunition gibt es von verschiedenen Herstellern. Allerdings ist die angebotene Fabrikkartuschenmunition nicht besonders laut. Nur mit richtig geladenen Patronen kann man einen guten akustischen Rumms erzielen. Die Wirkung dieser Knallpatronen ist (d.h., wenn sie mit dem r i c h t i g e n Inhalt geladen sind), was Lautstärke und Verbrennungseffekt vor dem Lauf angeht, beeindruckend,
insbesondere aus Läufen unter 71cm Lauflänge.

                     siehe auch =>Hier<=

Starke Jagdgebrauchsladung mit enger Deckung:
Die SCHÖNEBECK Mercury mit Schrotbecher und Kunststoff-
scheibe im Kaliber 12/70 mit 36 Gramm Schrotladung in
2,5mm Schrotstärke ist mit Abstand eine der stärksten und
leistungsfähigsten Schrotpatronen der 70 Millimeter Länge,
die wir bislang verschossen haben.



Mit dieser Munition ist es selbst noch aus kurzläufigen Flinten mit Zylinderchokebohrung möglich, auf eine Entfernung von 35 Metern alle drei Klappen eines Kipphasens sauber umzulegen. Der Rückstoss der Patrone ist natürlich merklich größer als die Sportschrotpatronen mit 24 oder 28 Gramm.

Der Nachfolger dieser Patrone ist die "THORHAMMER" im Kaliber 12/70 mit Kunststoffbecher von dem gleichen Hersteller, der jetzt SK heißt (ehemals SCHÖNEBECK/ DDR) und die auch die Hubertus-Schrotpatronen herstellt. Diese Patrone liefert bei einer 36 Gramm schweren Schrotvorlage eine sagenhafte V5 von 410 m/s. Es gibt sie in den Größen 2,75, 3,0, 3,5 und 4mm. Eine starke Jagdschrotpatrone mit viel Dampf und guter Deckung (Test DJZ)!   

Jagdschrotpatronen 3" Magnum

Die Munitionspalette für Schrotpatronen im Kaliber .12/76 reicht von Schrotkugelgrößen von 2,5 bis 9,2 Millimetern für Jagdschrotpatronen mit Vorlagen im Gewicht bis zu 52 Gramm. "D i e " bewährte Munitionssorte schlechthin ist z.B. die Rottweil Jagd.





Magnum-Postenschrot

Die sogenannten Buckshot- Patronen verfügen in der 3" Magnum z.B. in 00 Buck (8,6mm) über 15 Rundkugeln. Die Remington Schrotpatronen sind sogar teilweise verkupfert und mit einem feinen weißen Zwischengranulat verladen. Das schützt die Schrotkugeln vor Deformierungen beim Schuss und erhöht zusätzlich die Durchschlagskraft.   

Munition mit Flintenlaufgeschossen
Das Angebot an Flintenlaufpatronen ist in den letzten Jahren förmlich explodiert. Die Brenneke- Konstruktion gibt es von ROTTWEIL in mittlerweile 5 verschiedenen Laborierungen von der leichten 12/70 K.O.-Ladung zum Sport- bzw. CAS-Schiessen bis zur schweren 12/76 Magnumladung mit 39g Geschossgewicht.

Viele Hersteller bieten die verschiedensten Geschosskonstruktionen und Laborierungen an, wovon ich die unterkalibrierten Sabot-Treibkäfiggeschosse als am leistungsfähigsten ansehe, was die Geschossgeschwindigkeit und Durchschlagskraft bzw. Tiefenwirkung im Wildkörper angeht (Leider ist diese Munition den Waffen mit gezogenen Läufen vorbehalten). Für normale, glatte Läufe empfehle ich mit jagdlichen Einschränkungen die REMINGTON Slugger mit 24g oder 28g rifled Foster-Style Bleigeschoss, die Power-Shok (35g/547grs) oder die Vital-Shok (28g/438grs) von FEDERAL, das 28g BRENNEKE RubinSabot in 12/70 mit 460m/s und 2962Joule und in 12/76 Mag mit 28g 510m/s 3641 Joule. Für Besitzer von 12/76 Mag-Waffen ist die BRENNEKE Super-Magnum mit 39g schwerem und harten Bleigeschoss interessant, die 450m/s 3947 Joule ergibt.

Der neueste Wurf in Bezug auf starke Flintenlaufmunition kommt mit der Opal Magnum von Brenneke. Die Patrone soll laut Herstellerangaben die mit Abstand leistungsfähigste Patrone im Kaliber 12/76 Magnum sein. Die Patrone beschleunigt angeblich ein 43 Gramm schweres Flintenlaufgeschoss auf 490m/s. (Anm.: Wer die Federal mit dem 38 Gramm schweren Geschoss aus der 12/76 Magnum verschossen hat, weiß, was dies bedeuten würde.) Ausserdem sollte man sich keinesfalls vom Werbetext beeinflussen lassen: kein PH eines regulären Veranstalters erlaubt den Einsatz einer Flinte zur Großwildjagd, geschweige denn auf einer Nachsuche auf Löwe oder Büffel!        

Mangelnde Zuverlässigkeit von Flintenlaufgeschossen in der Jagdpraxis
So schön, wie sich die großen Bleibrocken auch schiessen lassen: auf der Jagd sorgen sie regelmäßig für angeschossenes und verlorenes Wild. Die Hauptgründe dafür sind mangelnde Durchschlagskraft und Ablenkungsvermögen im Ziel. Das normale Brenneke-Geschoss in 12/70 z.B. liefert auf stärkeres Schwarzwild sehr oft überhaupt keinen Ausschuss. Das hat zur Folge, das viele beschossene Stücke mit schlechtem Treffersitz noch sehr weit flüchten und verloren gehen. Dies gilt auch für die energiestarken Neukonstruktionen. Auch wenn relativ hohe Energiewerte erzielt werden und die Präzision aus zylindergechokten Läufen sehr gut ist:
Flintenlaufpatronen erreichen nicht annähernd die Zuverlässigkeit in Bezug auf Richtungsstabilität und Tiefenwirkung wie Büchsenkaliber mit geeigneten Geschossen. Wer glaubt, diese Munition auf gefährliches Großwild einsetzen zu müssen, spielt schlichtweg mit seinem Leben (glücklicherweise verbieten die meisten Professional Hunter diesen Einsatz von vorneherein).    

Auch die "Fingerhut-Konstruktionen" wie z.B. das Slugger-Geschoss von REMINGTON in 12/70 und 12/76 Magnum, die zwar zwar sehr viel Kraft haben, pilzen zu großen, tellerförmigen Bleischeiben auf und verlieren dadurch sehr schnell an Tiefenwirkung. Ausserdem produzieren sie sehr schnell unkontrollierte Abpraller, wenn sie im flachen Winkel auf den Boden auftreffen. Beim Schiessen kann man solche Abpraller auch bei weichen und
ungefrorenem Untergrund durch die Luft heulen hören.

Fazit Flintenlaufpatronen
Aus den oben genannten Gründen und persönlichen Erfahrungen rate ich klar von der Verwendung konventioneller Flintenlaufgeschosskonstruktionen für Bewegungsjagden auf stärkeres Wild ab, weil sie im Gegensatz zu Büchsengeschossen aufgrund der geringeren Massestabilität nicht die notwendige Tiefenwirkung und Ausschuss erbringen.

Nur aus gezogenen Läufen
Die wenigsten Jäger führen Spezialflinten mit gezogenen Läufen, welche für die unterkalibrierten, tiefenwirksamen Sabot-Geschossen notwendig sind. Aber hier fährt man deutlich besser mit festen Geschosskonstruktionen in großkalibrigen hochwildbewährten Büchsenkalibern ab 9mm aufwärts.

Wenn man zusätzlich besonderen Wert auf geringe Hindernisunempfindlichkeit legt, geht mein Tipp ganz klar zu den großen Büchsenkalibern wie z.B. zum Kaliber .45-70.


Dicke Pillen
Die sogenannten "Postenschrotpatronen" gibt es ebenfalls in vielen Laborierungen und in Schrotgrößen von 5,5-9,2mm. Diese Patronen sind für spezielle Situationen auf der Jagd und auch zur Selbstverteidigung die erste Wahl.

Mit 00 Buckshotpatronen der REMINGTON EXPRESS MAGNUM 3" (3 Patrone rechts im Bild) habe ich auf eine Entfernung von ca. 20 Meter trockenes Holzbretter von 2cm Stärke beschossen, das von allen Rundkugeln mühelos durchschlagen wurde (15 Stück 8,6mm Bleirundkugeln).

Die im amerikanischen Sprachgebrauch genannten "BUCKSHOTS" sind daher auch unter einigen Professional Huntern sehr beliebt, wenn es auf Nachsuche von gefährlichen dünnhäutigen Raubkatzen wie z.B. auf Leoparden geht.



Zusammenfassung
Der Einsatzbereich für eine Schrotflinte kann sehr vielfältig sein. Insbesondere im Kaliber .12/70 kann man z.B. verschiedene Bereiche abdecken. Das Buschieren mit dem Hund oder während eines jagdlichen Spaziergangs, beim Frettieren oder beim Durchstöbern von Feldscheunen oder landwirtschaftlichen Hallen mit Heu- oder Strohballen im Revier machen eine kompakt gehaltene Flinte mit einer handlichen Lauflänge unter 71cm und Spezialmunition zum prädestinierten Arbeitsgerät für 1) außergewöhnliche jagdliche Erlebnisse und 2) für eine interessante Beute.

Weitere Einsatzmöglichkeiten sind Böller-, Leuchtpatronen sowie Spezialpatronen zu Verteidigungszwecken.   

Was die Flinte bauartbedingt allerdings
nicht ist, eine vollwertige Waffe beim Einsatz von Nachsuchen auf gefährliches Wild. Die einzige jagdliche Ausnahme stellt der Einsatz in Sondersituationen wie z.B. auf Leopard dar. Grundsätzlich ist für das o.a. Einsatzgebiet eine geeignete Büchse die weitaus bessere Alternative.  


Nächstes Kapitel
=>.357Magnum<=

       

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