Januar - JASW

Suchen
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Januar

Archiv

          

Liebe Leserinnen und Leser,

das vergangene Jahr 2015 war in fast* jeder Beziehung ereignisreich.

Jagdlich gesehen waren Jagdgesetznovellierung, Diskussionen um neue Jagdverbote und Einschränkungen für weitere Wildarten die Hauptthemen. Inzwischen haben wir uns auch einen negativen Ruf von stattlichen Ausmaßes in der Medienlandschaft erarbeitet. Verursacher sind diejenigen, die glauben, ihre Erlegungsfotos oder Videos (insbes. über soziale Medien) ins Internet stellen zu müssen. Solche Zeitgenossen müssen sich auf massive Rufschädigungen und Bedrohungen einstellen. Dass die Presse solche Geschenke nur zu gerne annimmt, sollte seit den Hexenjagden, die vor allem an Afrikajägern abgehalten wurden, für die wenigsten unter uns Jägern noch überraschend sein.

Mit der Jagd sind aus meiner Sicht in erster Linie die persönliche Freude an Flora, Fauna und der Ethik des Jagens verbunden. Dazu gehört das Gefühl des Erlebten, die Bedeutung des einzigartigen Momentes, das Glück, die Ruhe, Besinnlichkeit, aber vor allem auch Bescheidenheit. Erinnerungen sind bleibend und Fotos sind nicht für alle, alles oder jedermann bestimmt.

Welche Rolle dabei die Medien in Bezug auf die Öffentlichkeit spielen, sollte spätestens nach der dramatischen politischen Entwicklung klar sein, die im letzten Jahr in Europa begonnen hat. Deren Auswirkungen werden in nicht allzu langer Zeit nicht nur in Deutschland verheerende Ausmaße annehmen, wenn wir die drohenden innenpolitischen Risiken weiterhin beiseite schieben (oder die Informationen für bare Münze nehmen, die uns von den Medien präsentiert werden) und solange der besorgte Bürger schon bei der kleinsten kritischen Anmerkung sofort in die rechte Ecke gedrängt wird.

Mittlerweile soll man "b e s o r g t" auch nicht mehr sagen. Für unseren Kabarettisten Herrn Urban Priol ist dieses Wort das "Unwort des Jahres". Dazu kann ich nur sagen: "Mein lieber Herr Priol, mir ist es schlichtweg scheißegal, mit welchen Worten ich mein Gefühl seit dieser Entwicklung in Deutschland zum Ausdruck bringe. Ob ich "besorgt", "beunruhigt" oder "kritisch" sage, es ist einfach so, dass sich bei mir (und bei vielen anderen) ein äußerst ungutes Gefühl in der Bauchgegend bemerkbar macht. Das bestätigen auch die regelmäßig geführten Gespräche mit Freunden oder Arbeitskollegen zu diesem Thema. Einige von ihnen sind selbst vor vielen Jahren aus anderen Teilen Europas nach Deutschland gekommen.

Es sind absolut großartige Menschen darunter, die unsere Sprache gelernt und sich über eine lange Zeit hinweg ihren Platz in unserer Gesellschaft erarbeitet haben. Sie wissen die Vorzüge und Werte des Landes zu schätzen, in dem sie leben und halten sich an die Regeln und Gesetze wie jeder andere normale Staatsbürger auch. Und gerade diese Menschen wissen ganz genau, wovon sie sprechen, wenn sie in dieser Diskussion kritische Fragen stellen:
Wie sollen so viele Menschen in so kurzer Zeit unsere Sprache lernen, schulische+ berufliche Qualifikationen erreichen, in einem Land Arbeit zu einer fairen Bezahlung bekommen, das hochverschuldet ist, wo der soziale Wohnungsbau de facto schon seit vielen Jahren nicht mehr existiert, wo ein marodes Gesundheitswesen die Bevölkerung in eine 2-Klassengesellschaft unterteilt, wo Straßen+ Brücken nicht mehr saniert werden können, weil das Geld fehlt, wo Kindergarten- und Betreuungsplätze fehlen, wo das Bildungswesen jeglichen Gleichheitsgrundsatz vermissen lässt, wo Gemeinden, Städte und Kommunen überschuldet sind und wo bis Anfang des Jahres noch Griechenland und die Euro-Krise die Schlagzeilen für den desolaten Wirtschaftszustand beherrscht hatten? Und jetzt sollen plötzlich Gelder für den massiven Umbruch in unserer Gesellschaft in Milliardenhöhe ohne Steuererhöhungen da sein? Wie sollen diese Menschen vernünftig in unsere Leistungsgesellschaft integriert werden, ohne dass die Gefahr von isolierten Bereichen in rechtsfreien Räumen im Land besteht?!

Mit dem bereits legendären Negativsatz unserer realitätsfremden, unfähigen politischen Führungskraft oder Formulierungen aus "humanitären Gründen aufnehmen"  und aus der Not "weiter verteilen"  ist es sicher nicht getan. Der derzeitige Zustand kann keine kurz- oder langfristige Lösung sein, weder im Sinne der in Not geratenen Menschen, noch für die in unserem Land lebende Bevölkerung. Dass die Politik des Westens eine unverzeihliche Hauptschuld an den Fluchtursachen trägt, bestreitet doch niemand. Aber warum werden jetzt nicht alle erdenklichen Möglichkeiten ausgeschöpft und neue Wege gegangen? Ich bin kein Politiker (und möchte ganz sicher keiner sein), aber Europa als Handlungs- und Staatengemeinschaft, die Begriffe "Ländergrenzen" und vor allem der Begriff "Innere Sicherheit" sollten endlich wieder ihren Namen verdienen.         

Und solange, bis wir hoffentlich irgendwann wieder von einer halbwegs normalen Situation in Deutschland und anderen Ländern Europas sprechen können, ist jede kritische Meinung, die Besorgnis über die derzeitige Situation zum Ausdruck bringt, ein Zeichen von Demokratie.  

           
* Auch in 2015 gab es erstaunlicherweise wieder keine munitions- und geschosstechnischen Produkte oder Weiterentwicklungen, die eine Besprechung oder einen Test wert gewesen wären. Besonders enttäuscht haben mich wieder die Anbieter im europäischen Raum. Warum man leider noch immer nicht das große Bedarfspotential der jagdlichen Anwender entdeckt hat, ist mir absolut rätselhaft. Es bietet aber die Chance, diese Dinge sogar selbst in die Hand zu nehmen. Erste Gespräche waren diesbezüglich sehr erfolgversprechend.

In diesem Zusammenhang möchte ich mich auch ganz herzlich für Ihre Rückmeldungen, Vorschläge und Anregungen für die JASW-Homepage bedanken.

Sehr wichtig sind für mich immer die eigenen, auf der Jagd gewonnenen Erkenntnisse und auch der Erfahrungsaustausch mit guten Freunden. An dieser Stelle auch ein riesengroßes Dankeschön an meine langjährigen Jagdkameraden. Die Gespräche vor und nach der Jagd sind durch die gewonnenen Praxiserkenntnisse für alle von uns von unschätzbarem Wert. Es ist unter anderen genau das, was die Richtung und die Themeninhalte der Webseite bestimmt und eine spezielle Ausrichtung ermöglicht.

          
Aktuelles
Der Homepage wurde ein weiterer Bereich hinzugefügt.

Folgende Kapitel sind aktualisiert:  

- .505 Gibbs -

- Expresskaliber .577 und .600 NE -

- Wirkungstreffer verbessern -


Die o.a. Themenbereiche wurden jeweils um eine zusätzliche Thematik erweitert.
Außerdem sind weitere Detailinformationen, Illustrationen und Fotos hinzugekommen.


Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen der Homepage und eine interessante Lektüre.
   


Ein frohes, gesundes neues Jahr und eine erfolgreiche Jagdsaison in 2016!


 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü