Jaguar - JASW

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Jagdgeschosse > Bleifreie Deformationsgeschosse

Kurzbeschreibung und jagdliche Wirkung
Die Jaguar-Geschosskonstruktion basiert auf einer harten Kupferlegierung, deren vorderer Teil nicht auf Expansion, sondern auf Zerlegung konzipiert ist. Der hintere Geschossteil ist zum leichteren Laufdurchgang und zur Reduzierung von Laufverschmierungen durch das Kupfer mit Führungsbändern versehen und bleibt nach dem Aufschlag im Wildkörper weitestgehend unverformt. Damit sorgt es für die notwendige Tiefenwirkung und Ausschuss. Soviel zur Theorie.

In der Praxis hat dieses Geschoss jedoch gravierende Nachteile:
- Der vordere Teil zerlegt sich in Splitterfragmente, die sich tief im Wildbret verteilen.
- Diese sind zwar nicht so giftig wie Bleisegmente, aber dafür umso unangenehmer, wenn man beim Verzehr des geliebten Bratenstück darauf beißt...(!)
- Der Geschossrest verfügt über keine Aufpilzung für eine kontrollierte Energieabgabe.
- Die Schweißfährte fällt deutlich magerer aus, da der Ausschuss zu klein ist.

Fazit
Die Beobachtungen bei Schüssen mit Teilzerlegungsgeschossen wie z.B. dem RWS- H-Mantel und S&B Torpedo-S (unzureichende Wundwirkung sowie Geschossablenkung) zeigen, dass vom jagdlichen Einsatz solcher Geschosse nur abzuraten ist.

Hauptsächlich wegen der zu geringen wundballistischen Wirkung kommt es zu längeren Fluchtstrecken und damit zwangsläufig zu Nachsuchen.  
(Diese Erfahrung wird u.a. auch von der Deutschen Jagdzeitung bestätigt, die das Jaguar im Kaliber .308 und 9,3x62 auf Hochwild eingesetzt und getestet hat.)   

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