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Testbericht und Erfahrungen mit Hochdruckreinigern
Wie bereits im vorgehenden Kapitel erwähnt, gab unser alter Hochdruckreiniger nach 6 Jahren seinen Geist auf. Nun stellte sich die Frage, ob es wieder ein ALDI-Gerät sein sollte oder vielleicht doch ein besseres Gerät?

Nachdem das aktuelle ALDI-Modell in jenem Jahr bereits abverkauft und damit nicht mehr verfügbar war, schaute ich mich beim Marktführer (
KÄRCHER) um und wurde schnell fündig. Das Gerät unserer Wahl war der K4 in der unteren Economy-Preiskatogorie um 200€. Also das Gerät bestellt+ ausgepackt. Bereits zu diesem Zeitpunkt fiel mir das leichte Gewicht und aus meiner Sicht deutlich zu viel verarbeiteter Kunststoff mit Schnick-Schnack wie z.B. einer beleuchteten Arbeitsanzeige* auf dem Griff auf.

*Letzeres ist dazu da, damit man sehen kann, mit welchem Druck man in der Variodüsenstellung arbeitet. Aber wer braucht sowas? Ich ganz sicher nicht! Den Arbeitsdruck spürt man und zum Ansaugen des Reinigungskonzentrats ist der Düsenkopf so zu drehen, dass der Druck soweit reduziert wird, um das Sprühgemisch auszubringen. Dies ist bei vielen Hochdruckreinigern so.

Dann die nächste Enttäuschung: Die Bedienungsanleitung von Kärcher. Die spottet jeder Beschreibung. Keine erklärenden fachlichen Informationen, dafür Bildchen wie bei Ikea, einfach lächerlich!

Im direkten Vergleich zum King Kraft hatte der Kärcher K4 auch weniger Druck, wenn auch mit einer etwas höheren Wasserausbringleistung als der von Aldi. Schließlich das Fiasko: Die Sprühmischfunktion über die einsteckbaren KÄRCHER-Plug and Clean Kartuschen funktionierte überhaupt nicht. Das Gerät saugte zwar hörbar an, aber ausser einem lauten Zischen, das zu hören war, wurde kein Tropfen Konzentrat angesaugt. Also Gerät und Anschluss überprüft und mehrere Kartuschen ausprobiert, alles ohne Ergebnis.

Es ist ohnehin ein Witz, was Kärcher den Kunden da aufzwängt: Als einfacher Anwender möchte ich alleine entscheiden, welches Reinigungskonzentrat und vor allem in welchem Gebinde ich verwende.   

Nach einer Nacht überschlafen war die Entscheidung damit eindeutig klar: Ich werde mir ganz bestimmt k e i n Billig-Gerät mehr anschaffen, dass wie im Fall des neuen KÄRCHER K4 schon als Neugerät mit Fehlfunktionen aufwartet und meine kostbare Freizeit torpediert. Das Gerät habe ich also umgehend wieder zurückgegeben.

Nun war ich um zwei Erfahrungen reicher: 1.: was ich wirklich brauche , d.h., was ich will und 2. was ich n i c h t möchte. Dann habe ich mich auf die Suche nach einem wirklich guten und zuverlässigen Gerät gemacht.  

Nach intensiven Recherchen kam ich zu der Erkenntnis, dass man für ein Gerät mit einer guten Arbeitsleistung und einer hohen Zuverlässigkeit deutlich mehr investieren muss, wenn man keinen produzierten China-Billigschrott haben möchte. Dies betrifft im Übrigen auch die sogenannten "High-End-Geräte" von Kärcher im Preissektor über 500€! Der Name Kärcher steht leider nicht mehr für die Qualität, mit der die Firma einst bekannt geworden ist. Man kann dies an den verbauten Materialien, am Gewicht der Geräte, vor allem an der Konstruktion des Griffstückes und des Strahlrohrs, insbes. die Ausführung des Düsenkopfes erkennen. Das alles zusammen ergibt ein sehr bescheidenes Reinigungsergebnis.  

Nachdem mein Vertrauen in den Marktführer dahin war, schieden für mich aus diesem Grund auch die Geräte aus dem Oberklassenangebot des Herstellers aus. Und die Schwachsinnsbewertungen aus dem Internet, wo die Kärcher mit völlig aus der Luft gegriffenen, realitätsfremden Ansichten
* angepriesen werden, habe ich bewusst ignoriert und mich stattdessen auf Materialangaben, technische Leistungsdaten, die Gesetzmäßigkeiten physikalischer Abläufe bei der Wasserförderung und vor allem auf meine vorgehenden Erfahrungen mit anderen Geräten und Wasserpumpen verlassen.

* (Anm.: z.B. tolle Reinigungsleistung, hohe Zuverlässigkeit, hochwertige Verarbeitung und solchen Quatsch. Ausserdem: Mit 6 Meter Schlauchlänge kann man kein Auto abdampfen, ohne den Hochdruckreiniger samt Stromkabel und Wasserschlauch umständlich hin- und her zu schieben, geschweige denn Arbeiten an Hof- und Gartenflächen ohne Unterbrechungen zu verrichten.)

Aus diesen Erkenntnissen entstand mein "persönliches Pflichtenheft", das sich in nachfolgende Punkte gliedert:
- Regelbarer Arbeitsdruck bis 130bar
- Hohe Materialqualität (Metall, kein Kunststoff-Pumpengehäuse, beschichtete Ventile, etc.)
- Ergonomie (Sprühgriff, Lanze)
- Ausreichende Schlauchlänge (mindestens 10 Meter)
- Befestigungsmöglichkeiten für einfache und leicht zu handhabende Kabel- und Hochdruckschlauchauf- und Abwicklung
- Präzise einstellbare Vario-Sprühlanze
- Leistungsstarke Rotationsdreckfräse
- Herstellerunabhängige, externe Ansaugungmöglichkeit für alle wasserlöslichen Reinigungsmittel (Reiniger, Konzentrate, Autoshampoo, etc.)  


Ein "richtiger" Hochdruckreiniger
Meine Suche führte mich schliesslich zu einem deutschen Hersteller. Genau die oben aufgeführten Anforderungen erfüllen KRÄNZLE Hochdruckreiniger. Die Geräte entstammen einem deutschen Traditionsunternehmen aus Illertissen, dass mit großer Erfahrung und einem fast kompromisslosen Qualitätsanspruch seit vielen Jahren Reinigungsmaschinen und Hochdruckreiniger für den privaten und industriellen Bedarf am Standort Deutschland produziert.

Meine Wahl fiel auf ein Modell aus dem mittleren Preissegment. Dieses Gerät zeigt, wie hochwertig ein guter Hochdruckreiniger verarbeitet ist und vor allem, was er tatsächlich leisten kann.


Technik

- Keramikbeschichtete Edelstahlkolben
- Pumpenkopf aus geschmiedetem Sondermessing
- Totalstopp-Funktion bei geschlossener Pistole
- Stufenlose Druck- und Mengenregelung
-
Glyceringedämpfter Edelstahl-Manometer

- Leckage-Rückführung
- Mittelstarke Motordrehzahl,

- Hohe Wasserförderleistung
- Teflon-Trockenlaufschutz
- Korrosionsschutz
- Geräuschpegel: 93dBA

Leistungsdaten Modell 1152 TST
- Stromversorgung: 230 Volt
- Leistungsaufnahme: 2,8 kW
- Motordrehzahl 2.800 U/min
- Schlauchlänge über Trommel: 15m
- Arbeitsdruck: bis 130bar
- Wasserleistung: 600l/h
- Gewicht: 32kg


Der erste Eindruck
-Staunen von Beginn an-
Beim Auspacken fiel zuerst einmal das deutlich höhere Gewicht als vergleichbare Hochdruckreiniger anderer Hersteller auf. Aha, hier wird also mitnichten nur Kunststoff verarbeitet (und wenn, dann ist es aus hochwertigen Kunststoff mit einer hohen Dichte). Dann ging es weiter: Die Trommel für den Hochdruckschlauch hat einen hochwertigen klappbaren Kunststoffgriff, der innen sogar aus Metall besteht und mittels einer soliden Stahlfeder einrastet. Dann ein massiver, schwerer Hochdruckschlauch aus Metallgewebe, der mit den Spielzeugschläuchen von Geräten anderer Hersteller in keinster Weise zu vergleichen ist.

Auch das 230 Volt Stromanschlußkabel macht seinem Namen alle Ehre. Es ist mit einem angegebenen Querschnitt von 50mm² tatsächlich fast so dick, dass man es vom Querschnitt fast mit einem 380Volt  Starkstromkabel vergleichen kann. Über 2 Flansche kann man es an seitlicher Position bequem aufgewickeln.

Über dem verdeckten Motor schaut das massive Pumpengehäuse aus geschiedetem Messing heraus. Dort befindet sich ein roter Drehgriff mit einem Druckmanometer, mit dem man den Druck stufenlos von 30bar bis zu einem Maximaldruck  von 130bar regeln kann.

Wie hochwertig und durchdacht das Gerät konzipiert ist, offenbart bereits der erste Handkontakt mit dem Arbeitsgriff bei aufgeschraubter Lanze. Das Teil ist sehr stabil und wuchtig gebaut und die Lanze mit dem 63cm langen Edelstahlrohr liegt sehr gut ausbalanciert in der Hand bei einer beeindruckenden Gesamtlänge von 120cm(!). Die Variolanze für den Regelbetrieb besteht aus einem massiven, langen Edelstahlrohr mit einem Messinganschlußgewinde und einem präzise einstellbaren Düsenkopf. Damit kann man den Hochdruckreiniger in 3 verschiedenen Arten betreiben.
Durch eine stufenlose Verstellung des Sprühkopfes mittels Drehen sind folgende Arten möglich:
1) Punktstrahl (Drehposition 1, rechts herum)
2) Fächerstrahl (Drehposition 2), links herum)
3) Sprühstrahl mit gleichzeitiger Reinigungsmittelansaugung (dazu wird der Sprühkopf einfach nach vorne geschoben, auch in dieser Stellung ist der Strahl stufenlos von breit bis gebündelt einstellbar)


Die (Rotations-)Dreckfräse ist fürs Grobe, d.h. zum Bearbeiten von Bodenflächen wie z.B. Entfernen von Moosen, Flechten und anderen stark verschmutzten Oberflächen (keine Fahrzeuge, Wirksamkeit und Arbeitsergebnis siehe weiter unten).

Sehr positiv war auch mein Eindruck von der Bedienungsanleitung. Obwohl die Bedienung (ausser der Notwendigkeit, dass das Gerät ausschliesslich l i e g e n d zu betreiben ist) nicht direkt erforderlich ist, da das Gerät an sich eigentlich selbsterklärend ist, steht dort in einer übersichtlichen und verständlichen Form alles Wissenswerte, insbesondere wichtige technische Details zur Reinigung und Störungsbehebung der notwendigen Bauteile. Selbst ein Kontrollmessstab für das Motoröl ist vorhanden. So ist z.B. nach 50 Betriebsstunden ein Ölwechsel vorgeschrieben.

Das sagt mir, dass hier ein Hersteller sehr auf die Kundenzufriedenheit und Langlebigkeit seiner Produkte Wert legt und nicht nur auf reine Verkaufszahlen seiner Geräte.

Am Wasseranschluss für den 1/2" Schlauch befindet sich natürlich auch ein Eingangssieb, dass zur Reinigung mit einer Spitzzange herausgezogen werden kann. Im Gegensatz zu einem Kärcher&Co. ist dieses allerdings gröber als die üblich verbauten Feinsiebe. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass der Kränzle einen viel größeren Wasserdurchsatz hat (siehe weiter unten).
Achtung: Wer seinen Hochdruckreiniger mit Brunnenwasser betreiben will, muss unbedingt einen feinen Vorfilter vorschalten, damit die Pumpe keinen Motorschaden erleidet. Der Hersteller hat einen entsprechenden Feinsandvorfilter im Programm.
       



Lange Rohre:
Die Variolanze ist stattliche 63cm und die Schmutzkillerlanze ist 57cm lang



Druckmacher:
Das hochwertige TECSIS- Manometer zeigt den regelbaren Druckbereich von 30-130bar in bar und psi an



Einfache Abwicklung:
Die Kabeltrommel mit dem schweren
15 Meter langen Hochdruckschlauch  



Unabhängige externe Reinigungsmittelansaugung:
Zweckentfremdete Reinigungsflüssigkeit aus dem zurückgegebenen Kärcher K4
(ist dem 1152 TST egal)   

Im Einsatz
Nach dem Anschluß von Strom und Wasser über eine normale 1/2 Zoll-Steckkupplung erfolgte der erste Test mit der Variolanze in Fächerstrahlposition. Das Gerät fährt mit einer kleinen Zeitverzögerung bis zum eingestellten Druck hoch. Bereits bei einem Arbeitsdruck zwischen 80-100bar offenbart der K1152 TST, was in ihm steckt.
Und an dieser Stelle gleich mein erster Tipp: Der Arbeitsdruck ist wie o.a. mittels Handrad stufenlos von 30-130bar regelbar. Entgegen den Schwachsinnsbeiträgen aus den Internetforen und sog. "Produktbewertungen" ist es keineswegs notwendig, zur Überpüfung der Druckeinstellung immer die Pistole zu betätigen.

Das geht mit folgendem
Trick:
Eine Umdrehung entspricht einer Druckdifferenz von 10bar. Um den Druck zu erhöhen, dreht man das Handrad im Uhrzeigersinn. Möchte man den Druck verringern, dreht man den Griff links herum. Wenn man nicht mehr genau weiß, wie hoch der Druck beim letzten Einsatz eingestellt war, dreht man das Handrad bis zum Anschlag nach links. Dann zählt man die Anzahl der vollen Umdrehungen nach rechts, wobei 1 Umdrehung von 30bar aufwärts jeweils 10bar entspricht. Aus der Grundstellung von 30bar sind 7 weitere Umdrehungen nach rechts mit je 10bar = 100bar.

Ich rate, den Druck grundsätzlich auf
100bar zu justieren und aus diesem Bereich entweder nach links (für einen geringeren Druck) oder nach rechts (für einen höheren Druck) die individuelle Druckregelung vorzunehmen.        

Mit einem gleichmäßig breiten, kräftigen Strahl und einer spürbaren, aber problemlos zu kontrollierenden Rückstosskraft des angenehm in der Hand liegenden, insgesamt 116cm langen Sicherheits-Abschaltpistole mit einem 53cm langen Griffstück und der massiven 63cm langen Lanze liegt die Reinigungsleistung spürbar deutlich über dem Kärcher K4 Full Control. Das bedeutet, dass der Kränzle schon mit 30-50bar weniger Druck mehr Wasserreingungsleistung ausbringt, als ein Kärcher oder King Kraft bei vollem Betriebsdruck von 120-130bar! Die Erklärung dafür ist einfach (siehe weiter unten).

Im ersten Test kamen verschmutzte Alufelgen und verdreckte Flächen am Auto dran. Das ging in Null-Komma-Nix und das Reinigungsergebnis war sehr gut. Hier zeigt sich, dass der Kränzle in einer völlig anderen Liga spielt als seine Konkurrenten wie von Kärcher & Co.

Nicht nur, dass der Fächer des Wasserstrahls nutzbare 40cm(!) in der Breite misst (was eine 20" Autoflege abdeckt), ausserdem ist die
Gleichmäßigkeit und vor allem die Dichte des Wasserstrahls beeindruckend.

Hier zeigt sich, dass die Wasserförderleistung von
600 Liter pro Stunde in Verbindung mit der flachmembranartigen Düse ein sehr hoches Maß an Reinigungsleistung erzielt.





Tipp zur Felgenreinigung:
Vorher mit Reiniger, Autoshampoo oder Felgenreiniger
über die externe Ansaugmöglichkeit und durch die
Sprühfunktion mit nach vorne geschobenen Düsenkopf
einsprühen und 1-2Minuten einwirken lassen.



Was mir ebenfalls sehr positiv auffiel, war, dass das Griffstück keine Einrastfunktion für den Abzug als Dauerfunktion besitzt. Diese völlig unsinnige Funktion hat mich bereits beim King Kraft und dem Kärcher schon immer genervt. So etwas braucht man überhaupt nicht und es verzögert nur den Wechsel oder das Abschalten! Stattdessen besitzt der 1152 TST eine Sicherungssperre, mit der man die Pistole gegen unbeabsichtigtes Wiedereinschalten sichern kann. Und noch was: Im Gegensatz zur Konkurrenz sitzt die Wasseranschlussverschraubung kurz vor dem Abzugsbügel des Griffstückes und der Wasserhochdruckschlauch wird von unten angeschraubt. Dies hat 2 Vorteile: 1. Das Handling ist deutlich besser als mit einem hinten angebrachten Schlauch und 2. die Gewichtsverteilung stabilisiert das Griffstück mit der Lanze, insbes. bei hohem Arbeitsdruck.         

Durch eine einfache Drehung am Düsenkopf kann der Strahl gebündelt werden. Auch hier ist das Ergebnis erstaunlich: In dieser Wasserstrahlposition sind mühelos Verschmutzungen und Verkrustungen auf Stein und Bodenbelägen gründlich zu entfernen. Hierzu reicht schon ein Druck von 110bar aus. Die Kraft dieses Punktstrahls ist immens. Moos und andere Verschmutzungen fliegen mühelos weg.
Aber Vorsicht, der Strahl hat eine enorme Schneidwirkung! Man sollte diese Arbeiten auf keinen Fall mit kurzer Hose und Badeschlappen oder gar barfuß verrichten.
 

Um das volle Potential hinsichtlich des max. Arbeitsdruckes von e c h t e n 130bar zu testen, kam zum ersten Mal der Schmutzkiller (Lanze mit Rotationsdüsenfräser) zum Einsatz.
Einen direkten Vergleich hatte ich durch die Außenbereiche im Hof und Garten, die ich vor 4 Jahren mit dem Aldi-Hochdruckreiniger (ebenfalls mit 130bar Arbeitsdruck) bearbeitet hatte. Hier ging es um das Entfernen der hartnäckigen und gleichzeitig tief sitzenden Flechten in dem porösen Steinuntergrund.

Die Pumpe des Hochdruckreinigers fährt kontrolliert hoch, bis schliesslich der volle Druck erreicht ist, was sich etwa wie eine tief fliegende Propellermaschine anhört. Der kurzzeitige Schreck über die geringere Drehzahl gegenüber dem King Kraft ist allerdings schnell verflogen, als ich realisiere, wie stark die Reinigungswirkung in Wirklichkeit ist. Die Flechten werden selbst mit einem großzügigen Strahlabstand von 20cm zum Düsenkopf in Sekundenschnelle ins Nirvana weggeschleudert. Hier ist also deutlich mehr Kraft am Werk- und wie! Im Vergleich mit dem King Kraft Aldi-Gerät war die selbe Fläche in einem Bruchteil der bisher benötigten Zeit sauber, und das äußerst gründlich.

Hier wird deutlich, warum der Kränzle tatsächlich um Welten besser ist als die Konkurrenz: Durch das Konzept eines starken, möglichst niedrig drehenden Motors, der eine leistungsstarke Pumpe antreibt, viel Wasserdurchfluss liefert und mittels einer effektiven und durchdachten Düsenkopf-Konstruktion.

Achtung: In dieser Betriebsart fördert der Kränzle bei voll eingestelltem Höchstdruck mit der Schmutzkillerlanze eine derart hohe Wassermenge, dass der Zufluss 1. ausreichend groß sein muss und vor allem die Schlauchzuführung absolut dicht sein muss. Dies bedeutet, dass alle verwendeten 1/2" Schlauchkupplungen neu oder zumindest neuwertig sein sollten (O-Ringe vorher gut einfetten). Bereits kleinste Undichtigkeiten führen zu unangenehmen, geförderten Lufteinschlüssen, welche Blasen- und Kavitationsbildungen zur Folge haben können. Dies unterbricht sonst den Wasserstrahl im Reinigungsvorgang bei der Rotation kurzzeitig und ist auf die Dauer überhaupt nicht gut für die Pumpe.

Wichtig: Wenn man ein Stromkabel als Verlängerung für den Hochdruckreiniger anschließen möchte, sollte man darauf achten, dass dieses über einen ausreichenden Querschnitt verfügen muss (Ader mit 2,5mm²). Bei mir erhitzte sich beim Betrieb ein 230 Volt-Kabel mit 1,5mm² Querschnitt, das auf einer Kabeltrommel  aufgewickelt war, bereits nach 20 Minuten so stark, dass der Wärmeschutzschalter an der Trommel auslöste.      

Das Pumpenaggregat des 1152 TST ist im Gegensatz zum anderen Hochdruckreinigern, die den Betriebsdruck nach dem Einschalten dauerhaft aufrecht erhalten und somit einer erhöhten Belastung und Verschleiss an Bauteilen, Dichtungen und am Gehäuse unterworfen sind, anders konstruiert. Hierzu arbeitet der Kränzle nach einem anderen System.
Die Pumpe wird nach dem Einschalten zunächst auf den einstellbaren Betriebsdruck langsam hochgefahren. Nach Loslassen des Betätigungsabzuges am Griff bleibt der Druck durch ein Rückschlagventil zwar erhalten, aber Motor und Pumpe bleiben komplett ausgeschaltet. Sie fördert erst dann wieder Wasser, wenn der Schalter am Griff gedrückt wird. Diese Regelung wird Total-Stopp genannt, das ist material-, energieschonend, reduziert den Verschleiß und verlängert Haltbarkeit und GesamtLebensdauer des Gerätes.

Vergleichstabelle   

 

KRÄNZLE 1152TST

KÄRCHER K7 Home

KÄRCHER K4 Full Control

Arbeitsdruck:

30-130bar, frei regelbar

160bar

110bar (Angabe Betriebshandbuch)

Wasserleistung:

600 l/h

600l/h

378 l/h

Motordrehzahl:

2800 U/min

k.A.

k.A.

Anschluß und Leistungsaufnahme:

2,8 kW

3,0kW

1,8 kW

Schlauchlänge:

15 Meter

10 Meter

6 Meter

Schalleistungspegel:

91 dB(A)

90db(A)

90 dB(A)

Anschluss für Reinigungsmittel:

frei über Schlauch mit Ansaugfilter

stationär über Spezialkartuschen
"Plug and Clean"

stationär über Spezialkartuschen
"Plug and Clean"

Gewicht:

32kg

20kg

13kg

Preis:

650€

1.000€

200€

Fazit:
-Viel Kraft und hohe Reinigungsleistung-

Der Kränzle K1152 TST ist den anderen Hochdruckreiniger-Modellen der Konkurrenz deshalb haushoch überlegen, weil er bei gleichem Arbeitsdruck von 130bar über eine weitaus höhere Wasserleistung verfügt, die gesamte Technik einschließlich der Düsen einfach viel besser ist und weil überall hochwertige Materialien verbaut sind. Das schlägt sich vor allem im Reinigungsergebnis und in der Kürze der benötigten Zeit wieder.

Vor allem ist die Erkenntnis, dass Druck längst nicht alles ist, wichtig. Für eine hohe Wasserstrahlleistung kann der Druck auf unter 100bar reduziert werden. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man z.B. zum Autowaschen mit dem Kränzle mit 80-100bar bequem hinkommt und damit gleichzeitig die Felgen sauber und gleichzeitig auch die Lackflächen geschont werden.      

Wer einen leistungsstarkes, hochwertiges und zuverlässiges Gerät für den regelmäßigen, d.h. >1-2 maligen, wöchentlichen Einsatz sucht und vor unliebsamen technischen Ausfällen geschützt sein möchte, kann mit diesem Modell überhaupt nichts verkehrt machen, im Gegenteil. Man bekommt ein hochwertiges Gerät in Industriestandard zu einem fairen Preis-Leistungsverhältnis.

Der höhere Anschaffungspreis wird durch die deutlich bessere Handhabung und die große Zeitersparnis mehr als wett gemacht.

Ärgerlich ist nur, dass ich mir den Kränzle nicht schon früher angeschafft habe. Das Gerät ist tatsächlich jeden Cent wert und jeder Einsatz macht jetzt richtig Laune. Und ich denke mir meinen Teil, wenn ich die Besitzer der billigen Kunstoff-Bomber von Kärcher (einschl. K7) sehe, die sich mit ihren Geräten abmühen, d.h. sofern sie denn überhaupt laufen! Ich kann jedem nur eindringlich raten, sich so etwas nicht anzutun.

Nachteile
- Natürlich ist nicht alles Gold, was glänzt. Was mich am Kränzle stört, ist die Geräuschkulisse, die er prodziert. Mit einer Lautstärke von 93dBA ist der Hochdruckreiniger relativ laut. Die Lautstärke steigt hörbar mit dem eingestellten Druck an und das hochdruckreinigertypische blecherne Geräusch ist schon etwas nervig.

- Ein weiterer Nachteil ist das hohe Gewicht. Mit einer Masse von 32kg kann man das Gerät nicht so einfach von A nach B tragen. Dafür hat der K1152 TST allerdings zwei große Räder, mit denen er über den Boden und Absätze gerollt (ziehen) werden kann.

Tipp:

Für ein schnelles und bequemes Auf- und Abrollen des Stahlgewebe-Schlauches empfehle ich, den Schlauch am Griff vorher immer abzuschrauben. Das geht sehr einfach und verhindert verdrehte Schlaufen.     
Für diejenigen, denen der Preis für diesen Hochdruckreiniger immer noch zu hoch zu sein scheint, weil sie ihn vielleicht nicht so häufig nutzen, können auch zum kleineren Modell K1050 TST greifen. Dieser Hochdruckreiniger arbeitet mit einer Wasserleistung von 450l/h mit dem gleichem Arbeitsdruck von 130bar. Er ist mit 24kg auch etwas leichter und ist bei gleicher Qualität etwa 200€ günstiger.

Natürlich muss man sich darüber im Klaren sein, dass die Arbeiten mit dem kleineren Modell durch die geringere Förderleistung etwas länger dauern, weil der Wasserdurchsatz kleiner ist, auch wenn das Gerät letztendlich den gleichen Qualitätsstandard wie der K1152 TST hat.


Und auf die Frage, was (welches Gerät) der beste Hochdruckreiniger für den regelmäßigen Einsatz an Haus, Hof, Garten und Auto zurzeit am Markt ist, kann ich eindeutig sagen: ein Kränzle.       

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