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Erfahrungen mit Fingerprint / Fingerscan -Haustüren (Beispiel INOTHERM)
Mittlerweile kann man aus einem unüberschaubar großen Angebot an verschiedenen Türen und Herstellern auswählen. Aus diesem Grund sollte man sich vorher einige Fragen durch den Kopf gehen lassen. Aus eigener Erfahrung kann ich deshalb empfehlen, sich eine Tür auszusuchen, die in jedem Fall auf die speziellen persönlichen Bedürfnisse
zugeschnitten ist.

Es macht Sinn, sich im Vorfeld einige Gedanken über Art, Ausführung, Ausstattung und Bedienungskomfort zu machen:
- Welche Qualität bzw. aus welchem Material soll die Tür sein?
- Welche Ausführung möchte ich haben? (z.B. eine geschlossene Tür oder eine mit Sichtfenster)
- Welcher Energieklasse zur Wärmedämmung soll die Tür zuzuordnen sein? (U-Wert)
- Welcher mechanischen Sicherheitsklasse soll die Tür und gegebenenfalls mit dem verbauten Glas im Türfenster entsprechen?
  (z.B. Mehrfachverriegelung, Sicherheitsglas, etc.)
- Welche Ansprüche hinsichtlich des Bedienungskomforts habe ich zusätzlich zur Schließung außer dem Schlüssel?
 (z.B. Funk-Handsender, Handy-Connectivität, Infrarot- Zugangsschlüssel, Transponder oder Fingerabdruck- bzw. Fingerscanner?
   

Haustüren mit Fingerabdruck-Schließsystem
Eines vorweg: Wer nur die größtmögliche Sicherheit sucht, muss bei der Handhabung grundsätzlich immer Abstriche machen. Ein hohes Sicherheitsmaß ist fast ausschließlich mit Mechanik zu erreichen, denn auch ausgekügelte elektronisch unterstützte Systeme können ausgetrickst werden. Einige Türschloss-Systeme entsprechen den VDS-Sicherheitsstandards und haben eine entsprechende Zulassung.

Türen mit einem elektronischen System haben aber gegenüber rein mechanischen Schließmechanismen einen entscheidenden Vorteil: Die Türen verriegeln i m m e r, d.h. vollautomatisch. Dies bedeutet, dass die Tür nicht nur mit der Klinkenrast im Rahmen einschnappt, sondern auch alle Verriegelungsbolzen ausfahren. Dies geschieht immer, sobald die Tür im Rahmen geschlossen wird. Eine Tür, die nur mechanisch arbeitet, muss dazu erst mühsam mit dem Schlüssel per Drehbewegung verriegelt werden, was mit einem Schlüsselbund halt immer eine ziemlich nervige Sache ist.     

Im Einbruchsfall zählt der Nachweis der Beschädigung oder der nachweisbaren Manipulation. Insofern ist der Beweisstand bei rein mechanischen Sicherheitsschließsystemen u.U. einfacher zu erbringen als bei elektronischen Systemen. Diesen theoretischen Nachteil machen die elektronisch gesteuerten Systeme allerdings durch ihre konsequente mechanische Schließung und die wesentlich einfachere Bedienung mehr als wett, außerdem kann man die Elektronik per Hebel auch deaktivieren (siehe unten).

Tipp:
Im übrigen können Türen mit einem elektronischen Schließsystem wie z.B. einem Fingerabdruckleser (FINGERPRINT) auch komplett abgeschaltet werden, sodass die verriegelte Tür dann nur noch mechanisch mit dem Schlüssel wieder geöffnet werden kann. Ich empfehle dies dann zu tun, wenn sich z.B. für eine längere Zeit niemand im Haus befindet. Die Firma INOTHERM hat mit der elektronischen Türverriegelung (KFV Genius-Steuerung) zudem Türen im Programm, die bei eingeschaltetem Fingerprintsystem per Notöffnungsfunktion jederzeit von innen über den inneren Türgriff mechanisch geöffnet werden können wie z.B. bei einem Stromausfall.

INOKEY-Fingerabdruckleser
So sieht eine Tür mit dem Fingerprintsystem aus (Foto rechts):
Voraussetzung dafür ist ein 230Volt Stromanschluss. Über einen separaten Steuer-Schaltkasten, der vorzugsweise außerhalb des Sichtbereiches der Haustür installiert wird (z.B. in einem Nebenraum oder außerhalb des sichtbaren Eingangsbereiches, wird damit die Energie für die Elektronik gespeist.

Die Programmierung und Handhabung ist grundsätzlich sehr einfach. Es können die Fingerabdrücke von beliebig vielen Personen (bis zu 1.000) als Bewohner oder als registrierte Nutzer gespeichert und verwaltet werden.

Idealerweise legt man 2 Personen im System an, die über eine Masterschließungsberechtigung verfügen. Dann erfolgt die Zuweisung der einzelnen Benutzer. Man sollte für jeden Benutzer mind. 2 Finger abspeichern, d.h. von der linken und der rechten Hand. Damit hat man direkten Zugriff, je nachdem welche Hand gerade frei ist, wenn man etwas trägt. Welche(n) Finger man dazu verwendet, ist völlig egal. Es macht auch nichts, wenn die Finger mal kalt, feucht oder etwas dreckig sind.

Was sehr gut ist: für die Benutzung durch Kinder ist die Fingersignaturerkennung über einen programmierten Parameterwert im Speicher des Steuergerätes dynamisch und wächst mit. Das sichert die uneingeschränkte Benutzung von Kindern und jugendlichen Familienangehörigen. Im täglichen Betrieb funktioniert die Fingererkennung normalerweise ohne Probleme und ist sehr zuverlässig.                

Nachteil: Für alte Menschen leider nicht geeignet
Wie so oft im Leben hat jedes System auch einen Nachteil. So praktisch und funktionssicher, wie das Inokey-Fingerprintsystem grundsätzlich im Gebrauch ist, funktioniert es leider nur bei Personen jungen bis mittleren Alters reibungslos. Mit alten Menschen gibt es Erkennungsprobleme. Dies tritt meistens schon beim Abspeichern auf. Das System kann die Erkennung entweder erst nach vielen Versuchen oder überhaupt nicht durchführen. Es kommt auch vor, dass es trotz einer erfolgreichen Abspeicherung zu Problemen mit dem jeweiligen Nutzer kommt.

Man hat in der zweiten Generation das Fingerprint-System zwar dahingehend verbessert, den Fingerabdruck als solchen im unbewegten Zustand mit Wärmesensortechnik zu erkennen (was deutlich besser ist als die alten Systeme).  
Wenn aber die Rillenprofilierung an der Fingerspitzen nicht erkannt wird, z.B., weil die Fingerkuppen abgenutzt sind, die Haut zu faltig ist, es kein gleichmäßiges Profilbild liefert oder aufgrund von mangelnder Wärmeübertragung (z.B. infolge von Durchblutungsstörungen) gibt, ist eine
Benutzung des Inokey-Systems durch solche Personen leider nicht möglich!

Es macht deshalb Sinn, vorher beim jeweiligen Händler zu testen, ob die jeweilige Person vom Fingerprintsystem tatsächlich erkannt wird.       

Fazit
Eine richtig ausgewählte Haustür ist ein sehr großer Gewinn für die Handhabung, aber vor allem für die Sicherheit und die Wärmedämmung. Nach unserer Erfahrung liegen die INOTHERM-Türen in einem guten Preis- Leistungsverhältnis. Sehr gut ist die Ausführungsgüte. Die Verarbeitungsqualität und die Abdichtung der Haustür sind wirklich sehr gut. Die Türschließung und der Mechanismus sind nach unseren Erfahrungen in Bezug auf die Qualität wirklich vom Feinsten!

Seitdem die Tür eingebaut ist, ist es in unserem Treppenhaus im Winter gegenüber der alten Haustür deutlich wärmer (und an heißen Tagen im Sommer auch kühler). Die Tür ist absolut dicht.   

Mit einem Fingerabdruckleser sind endlich die Zeiten vorbei, als man jedes Mal umständlich nach dem Schlüssel in der Tasche suchen musste, wenn man nach Hause kam oder wenn man mal kurz draußen war und dann die Tür zugefallen oder abgesperrt war. Für Hausbesitzer mit einem hoch frequentierten Hof-, Garten oder Zugangsbereich, der sehr oft über die Eingangstür geht und für Familien mit Kindern ist das schlüssellose Fingerprint-System einfach genial.

Es erspart den üblichen "Schlüsselstress" und eine Menge Lauferei, kurzum: wir können diese Türen wirklich weiterempfehlen.               

     

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