Gartenpumpen + Hauswasserwerke - JASW

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Erfahrungen mit Gartenpumpen
Längst nicht alle Pumpen, die in Baumärkten und im Handel erhältlich sind, taugen für den Garten- und Hausbereich wirklich etwas. Aus eigener Erfahrung mit verschiedenen Gartenpumpen können wir die beiden unten aufgeführten Pumpen empfehlen. Diese Pumpen haben ein gutes Preis- Leistungsverhältnis und halten dem normalen Gebrauch zur Gartenbewässerung und zur Swimmingpoolbefüllung auf Jahre hinaus stand.

Von anderen
Gartenpumpen wie einigen Gardena-Pumpen oder Billigprodukten aus dem Baumarkt wie z.B. "Neptun" rate ich allerdings aufgrund von eigenen schlechten Erfahrungen ab. Sowohl ein Gardena-Hauswasserwerk mit elektronischer Steuerung als auch die zweite Gartenpumpe (Bauhaus) hatten beim normalen Betrieb zur Hobby-Gartenbewässerung nur eine begrenzte Haltbarkeit. So verabschiedete sich die Neptun nach 2 Jahren mit einem kapitalen Lagerschaden, obwohl die Pumpe wirklich nur gelegentlich genutzt wurde.
Die Gardena war sehr störungsanfällig in Bezug auf angesaugte Sandpartikel (trotz Wasservorfilter) sowie bei jedem Ansaugvorgang. Sie lieferte immer wieder Störungsmeldungen und quittierte schließlich den Dienst bei der Wasserförderung des Hausbrunnens, obwohl die Pumpe bautechnisch mit diversen elektronischen Schutzfunktionen ausgestattet ist. Diese beiden Pumpen haben auch Eines gemeinsam: sie sind sehr laut!

Hier unsere Erfahrungen mit g u t e n Gartenpumpen:
 
Wasserpumpen von T.I.P. und GÜDE


Nachfolgend werden 2 Saugpumpen vorgestellt. Wir haben diese nach unseren mehr-
jährigen Erfahrungen aus der Praxis bewertet und halten sie für absolut empfehlenswert.   





Technische Leistungsdaten T.I.P. Gartenpumpe GP 3000 INOX

Stromanschluss: 230V / 50Hz
Anschlussleistung: 550W
Wasseranschluss:  1 Zoll
Ansaughöhe: 9m (max.)
Förderhöhe: 42m (max.)
Arbeitsdruck: 4,2bar
Pumpleistung: 2.950l pro h
Gewicht: 5,6kg
Geräuschentwicklung: 80dB
Pumpenart: einstufige Flügelpumpe
               




Technische Leistungsdaten Hauswasserautomat mit Hochdruckpumpe GÜDE MP 120 /5A/GJ (94188) und eletronischer Drucküberwachung ALKO Hydrocontrol

Stromanschluss: 230V / 50Hz
Anschlussleistung: 1.300W
Wasseranschluss:  1 Zoll
Ansaughöhe: 7,5m (max.)
Förderhöhe: 54m (max.)
Arbeitsdruck: 5,5bar
Pumpleistung: 5.400l (!) pro h
Gewicht: 14,2kg
Pumpenart: mehrstufige Flügelpumpe
Geräuschentwicklung: 97dB
Druckregelung über montierte elektronische Regleinheit mit Überdruckabschaltung, Reset-Rückstellung und Überlastschutz gegen Trockenlaufen
               

Tipps zum Gartenbetrieb
Grundsätzlich gilt: Zur Wasserförderung wie z.B. aus Tanks, Zisternen oder bei Gartenbrunnen mit einem Wasserspiegel von etwa 7,5-10 Metern Tiefe können die relativ günstigen Saugpumpen eingesetzt werden. Erst bei Brunnen mit einer größeren Wassertiefe müssen Druckpumpen verwendet werden, die tief in den Brunnen in den Saugbereich versenkt werden und das dort angesaugte Wasser nach oben fördern. Diese Pumpen müssen korrosionsfest, absolut wasserdicht+ sehr robust sein. Dies schlägt sich natürlich auch im Preis wieder. Eine gute Qualitäts-Druckpumpe liegt je nach Ausführung und Förderleistung in einem preislichen Bereich zwischen 1.000-1.600€ (z.B. GRUNDFOS).    
         
Bei
Saugpumpen sollte man bedenken, dass die Pumpe stets nur dann die volle Leistung erbringen kann, wenn die Saugstelle für die Eingangsseite frei ist und der 1"-Hauptanschluss immer mit einem möglichst großen Rohr- bzw. Schlauchanschluss weiter geführt wird. Während zum normalen Bewässern ein handelsüblicher 1/2" Schlauch völlig ausreichend ist, sieht das beim Befüllen eines Schwimmingpools oder beim Betrieb einer großflächigen Rasen-Sprenganlage bzw. Füllen eines Bewässerungstanks oder einer Wassertonne schon wieder ganz anders aus.

Beispiel: Ein 200l Wasserfass kann mit einer Gartenpumpe mit echten 3.000l Förderleistung (netto, d.h. am Pumpenausgang) pro Stunde im ungünstigen Fall über 20 Minuten brauchen, bis es voll ist, wenn der Sauganschluss nicht richtig frei ist und/oder falsche Anschlüsse gewählt wurden. Aber mit der richtigen Abstimmung sind es nur noch etwa 5 Minuten!

Wichtig:
- Saugschlauch vom Brunnens so kurz wie möglich halten (Wasserstandstiefe +1-1,5 Meter)
- Rückschlagventil mit Sieb am Saugrohr 1x jährlich reinigen und prüfen (muss leichtgängig sein)
- Kein Wasserfilter am Sauganschluss zwischenschalten (zur Schwimmbeckenbefüllung ein großer Wasserfilter am Ende des Druckschlauches!)
- 1" Hauptabgang über T-Verteiler mit vollem Querschnitt und Kugelhahn-Absperrventilen
- Für Wassertank-, Schwimmbadbefüllung sowie Rasensprenger mit hohem Wasserdurchsatz nur mit 3/4" Schlauchanschluss
- Nur für normale Bewässerung mit Gartenschlauch 1/2" Anschlüsse verwenden
     

Tipps
Während die GP 3000 nach kurzer Anlaufzeit kurz nach dem einmaligen Befüllen des Gehäuses brav ihre Pumparbeit mit vollem Druck verrichtet, braucht man bei der GÜDE aufgrund der mehrstufigen Wasserturbinenkonstruktion mindestens 2-3 Gehäusefüllungen, bevor die Pumpe den vollen Wasserdurchsatz (Pumpleistung) beim Betriebsdruck von über 5bar erreichen kann. Es ist sehr wichtig, dass man das Anlaufen der Pumpe immer bei geöffnetem Druckausgang durchführt, weil die Pumpe beim ersten Ansaugen den Arbeitsdruck nur langsam aufbauen kann. Das ist mit einem geschlossenem Ausgang nicht möglich. Ausserdem besteht dabei die Gefahr des Überhitzens der Hauptwellenlagerung.
In der Regel dauert dieser erste Ansaugvorgang 1-2 Minuten. Danach stehen die Verbraucherleitungen unter vollem Betriebsdruck und das "kleine Wasserkraftwerk" kann seine beeindruckende Förderleistung erbringen.

Mit einem
einfachen Trick lässt sich der oben beschriebene Ansaugvorgang bei der GÜDE (oder generell bei mehrstufigen Pumpen) erheblich erleichtern:
Man zieht den Saugschlauch aus dem Brunnenrohr und vergewissert sich, dass das Ansaugrückschlagventil leichtgängig+ funktionsfähig ist. Nun taucht man das Ende des Saugschlauches in ein mit sauberem Wasser gefülltes Gefäß (großer Eimer, Kanister, Gartenfass oder ein Regenfass bzw. Zisterne) und lässt die Pumpe solange laufen, bis die Leitungen+ Pumpenkanäle vollständig mit Wasser geflutet sind und der volle Förderdurchsatz erreicht ist, d.h. bis die Pumpe richtig "zieht". Dann läßt man den Saugschlauch wieder in das Brunnenrohr hinab. Die Pumpe ist nun betriebsbereit und kann die im Saugschlauch vorhandene Wassersäule direkt ansaugen.            

Wer seine Pumpe draußen im Garten betreibt, sollte beim Aufstellort der Pumpe in jedem Fall darauf achten, dass der Weg vom Brunnensaugschlauch bis zur Pumpe so kurz wie möglich ist, damit eine möglichst hohe Pumpleistung erzielt werden kann. Ausserdem empfiehlt sich eine wasserdichte und witterungsbeständige Einhausung für die Pumpe, z.B. in Form einer Kunstoffbox mit Klappdeckel. Dies hat auch den Vorteil, dass auch das Laufgeräusch der Pumpe gedämpft wird.     


Beispiel Gartenbetrieb eines Hauswasserwerkes im Freien
(GÜDE- Mehrstufenpumpe mit elektronischem Druckregler
mit 1-Zoll Verteileranschluss  

- Witterungsgeschützte Umhausung durch Kunststoffbox mit Deckel
- Stromanschlussversorgung mit innenliegender Steckdose
- Zuführung Brunnenwasser über 1" Bajonettverschluss mit Kontergewindemutter
- Abgang mit Mehrfachverteiler für Gebrauchsleitungen


Optimierte Wasseransaug- und Druckverteilung
Für die Förderleistung einer Pumpe sind immer kurze Wege und möglichst große Anschlußverteilungen anzustreben. Dies gilt sowohl für Ansaugseite als auch für den Bereich der unmittelbaren Druckseite.
In diesem Beispiel wird die Pumpe eingangsseitig über den Saugschlauch des geförderten Brunnenwassers durch einen 1" großen Anschluss mit Bajonettverschluss und Kontergewindemutter gespeist. Das Ende des Saugschlauches im Brunnenrohr ist mit einem Rückschlagventil versehen. Um den vollen Durchfluss zu erreichen, ist an der Druckausgangsseite der Pumpe direkt hinter dem Druckregler ein T-Stück aus Messing mit 1" Anschlußgewinden angeschraubt.

Rechts und links kann über 2 Kugelhähne mit anschließendem Bajonettverschluss mit Kontergewindemuttern ein Wechselbetrieb der einzelnen Abgänge oder ein gleichzeitiger Dualbetrieb über die beiden vollzölligen Anschlussleitungen erfolgen. Der Abgang rechts ist für den Gießwasservorratstank und Befüllung großer Wassertanks, eines Swimmingpools oder z.B. für große Verbraucher mit einem großen 3/4" Schlauch für eine komfortable Wasserversorgung.

Der linke Abgang (Foto rechts, linker Kugelhahn) dient zur Nutzung von Bewässerungs- oder Beregnungsanlagen (hier zusätzlich mit einem weiteren 1" großen T-Verteilerstück erweitert, an dem über einen Y-Verteiler 2 weitere 1/2" Wasserverbraucher angeschlossen sind (grauer 3/4" Schlauch, Abgang nach links oben). In diesem Beispiel ist eine einfach+bequem zu bedienende 4-fache Nutzung möglich.

Hinweis
Damit volle Pumpleistung ausgeschöpft werden kann, müssen Ein- und Hauptausgangsseite an der Pumpe immer mit den großen 1" Anschlüssen (wie der Pumpenausgang) ausgestattet sein. Zur Füllung von Vorratsbehältern wie großen Wassertanks können entweder 1" oder 3/4" Anschlüsse, z.B. mit 3/4" Schlauch, verwendet werden. Die starke GÜDE eignet sich sehr gut zum Betrieb von mehreren Wasserverbrauchern. So kann man z.B. einen 3/4" Rasensprenger oder Bewässerungsgießer zusammen mit einer 1/2" Gartenschlauchbewässerung sowie zwei weitere 1/2" Bewässerungsverbraucher (Spritze oder Sprenger und z.B. eine Gartendusche, die an einen Schlauch angeschlossen ist) g l e i c h z e i t i g betreiben. Ich empfehle nach dem Abgang aus dem zweiten 1" T-Stück über einen 3/4" Anschluss über eine Bajonettkupplung eine Weiterführung über einen 1/2" Y-Verteiler mit 2 weiteren, separaten Schließern. Dies hat den zusätzlichen Vorteil, dass man den Wasserdurchfluss der jeweiligen Verbraucher regeln kann, falls erforderlich (Gardena-Verteiler mit 2 Absperrventilen, Foto links).     

Zum Betrieb von großen Rasensprengern ist es für ein optimales Druck-Förderverhältnis sinnvoll, 3/4" Schlauchanschlüsse (InnenØ15mm) zu verwenden. Verwendet man ausschließlich Spritzwassergartenschläuche, Gartenbrausen oder kleine Beregner, reicht die normale 1/2"-Variante mit einem InnenØ von 9mm völlig aus.        
               

Weitere Tipps
Die Pumpen müssen 1x im Jahr, wenn sie aus dem laufenden Betrieb genommen werden, im Keller oder in einer Garage frostfrei eingelagert werden. Dazu werden Saug- und Druckleitung abgeschraubt und die Pumpe kurz mit einer Wasserlösung mit Spüli oder Autoshampoo befüllt und durchlaufen gelassen. Die Pumpe wird mit dieser Spüllösung im Gehäuse im Winter eingelagert. Dadurch wird verhindert, dass die Pumpen durch Ablagerungen aus dem Brunnenwasser oder sich aufgrund von erhöhten Eisenanteilen festsetzen. Die Hauptwelle mit der Drehlagerung bleibt dadurch frei+ leicht drehbar, sodass die Pumpe beim ersten Wiederansaugen im Frühjahr sofort wieder funktionstüchtig ist.

Wichtig ist auch, dass die Dichtungen mit reichlich Fett (Vaseline oder Melkfett) eingeschmiert werden, um 1. geschmeidig/dicht und 2. rissfrei zu bleiben.           


Fazit
Beide Pumpen laufen bei uns im Sommerbetrieb und sind in diesen Zeiträumen seit 2010
gut ausgelastet im Einsatz. Die kleine T.I.P. Edelstahlpumpe wird regelmäßig für kleinere Arbeiten, zum Abpumpen und zum Spülen vom Gartenwasserbehältern, etc. eingesetzt. Die große GÜDE-Gartenpumpe ist als Hauptförderpumpe des Brunnenwassers kontinuierlich für die Gartenbewässerung mit einer Fördermenge zwischen 500-800 Liter pro Tag (dies jährlich ca. 6-7 Monate) und zur Befüllung eines 20m³ großen Sommer-Swimmingpools eingesetzt. An den Pumpen gab es bislang keine technischen Defekte* oder Schäden.

Nach unserer Erfahrung mit der T.I.P. und der GÜDE können wir beide Gartenpumpen
bedenkenlos weiterempfehlen.

Die Mechanik beider Geräte ist standfest und hält bei richtigem Einsatz (und natürlich etwas Pflege) lange. Beeindruckend ist auf jeden Fall die enorme Leistung der mehrstufigen GÜDE-Pumpe. Mit einem 1-zölligen T-Verteiler, der direkt am Hauptausgang des Druckanschlusses der Pumpe montiert ist, wird bei einem Wasserdruck von 5,5bar sowohl ein 35m langer 1/2 Zoll Wasserschlauch zum Spritzen im Garten und gleichzeitig ein großer Gardena-Rasensprenger sowie ein zweiter Rasensprenger und eine Gartendusche betrieben. Bei gleichzeitiger Wasserentnahme aller Verbraucher wird mit einem 25m langen und 3/8 Zoll dicken Wasserschlauch damit eine senkrechte Spritzhöhe von etwa 5-6 Meter erreicht! Was will man mehr...?

Übrigens: Die Angaben in Bezug auf die Geräuschpegel sind irreführend. Die kleine T.I.P. ist übrigens keineswegs leiser als die starke GÜDE-Pumpe. Tatsächlich ist genau das Gegenteil der Fall! Das Laufgeräusch der mehrstufigen GÜDE ist deutlich ruhiger+ angenehmer als die etwas schrille Akustik der GP 3000. Trotzdem bewegen sich beide Pumpen auf einem erfreulich niedrigen Niveau und sind deutlich leiser als z.B. Gardena-Pumpen.          

* Lediglich einmal musste das separate ALKO-Druckschaltgerät wegen eines elektronischen Defektes getauscht werden (wurde vom Kundendienst des Herstellers gegen Rücksendung des defekten Gerätes anstandslos ausgetauscht)    
     




Weitere praktische Tipps:

www.baumarkt.net

      

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