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Degol

Jagdgeschosse > Teilmantelgeschosse

Premiumgeschosse für Lang- und Kurzwaffen
Von der belgischen Geschoßschmiede in Zonhoven werden sowohl sehr gute Teilmantelverbundgeschosse für die Großwildjagd, als auch eine ganze Geschosspalette für viele jagdliche Anwendungen für mittelgroße Jagdkaliber hergestellt. In geeigneten Kalibern sind diese Jagdgeschosse auf heimisches Schalenwild bis zum starken und wehrhaften Großwild in allen internationalen Jagdgebieten bestens einzusetzen.  

Eine besondere Anwendungslücke schließt das Unternehmen durch das Angebot an Geschossen, die den hohen zielballistischen Anforderungen von
sehr starken Kurzwaffenkalibern gerecht werden. Hundeführern, die zur Nachsuche eine entsprechende Faustfeuerwaffe führen möchten (oder müssen), stellt die Auswahl eines zweckgeeigneten Geschosses immer vor eine besonders große Herausforderung und eine entsprechende Verantwortung. Hier muss das Geschoss nicht nur eine sofortige und zuverlässige Wirkung zeigen, sondern auch elementare Sicherheitsaspekte sicherstellen.

Auch diejenigen, welche die Vorteile eines starken Revolvers oder einer Pistole z.B. in Kalibern wie .454 Casull, .475 Linebaugh, .480 Ruger, .500 Action Express, .500 Wyoming Express, .500 Linebaugh Maximum oder .500 S&W Magnum im harten jagdlichen Einsatz zu schätzen wissen, sind mit DEGOL-Teilmantelverbundgeschossen hervorragend ausgestattet. Speziell auf die Waffe und den Einsatz abgestimmt, kann mit richtig geladenen Patronen in geeigneten Laborierungen die höchste Wirkungseffizienz beim Schuss auf Nahdistanzen bei der Nachsuche und zum Fangschuss erzielt werden (sicheres Schiessen inbegriffen).

(Siehe auch Kapitel:
=>Kurzwaffen für Fangschuss und Nachsuche<=).       

Erfahrungen mit JASW

Aufbau und Wirkung
Der Unterschied, den die DEGOL-Teilmantelkonstruktionen zu anderen verlöteten Geschossen mit Bleikern ausmacht, ist die Art und Kombination des Geschossaufbaus sowie die verwendeten Materialbestandteile.  

Die Geschosse zeichnen sich durch einen sehr gut durchdachten Aufbau des Geschossmantels mit verschiedenen Abstufungen und Übergangsradien aus. Die Wandstärke der gefertigten
Geschossmäntel liegt zwar weit unter den Dicken-Angaben des deutschen Distributors, aber im Gegensatz zu anderen Teilmantelgeschossen mit Bleikern sind die vorhandenen Mantelstärken schon sehr beeindruckend. Je nach Kaliber misst der hintere Bereich der Geschossstärke zwischen 1,6 und 2,4mm (z.B. 9,3mm bis .416). Diese Werte gehen damit weit über die üblichen Werte von vergleichbaren Geschossen der Konkurrenz hinaus.

Der vordere Teil ist z.B. entweder als Rundkopf mit offener Bleispitze oder als Hohlspitzversion versehen. Was man bei den Degol-Geschossen allerdings berücksichtigen muss, ist die Tatsache, dass der Bleikern extrem weich ist. Wir haben uns die Struktur der vergossenen Bleilegierung der DEGOL mit Teilmantelgeschosse anhand von selbst erstellten maschinellen Schnittmustern an den Geschossen etwas genauer angesehen. Dazu wurde u.a. auch die Härte des Geschosskerns geprüft und dann mit den Werten von anderen Herstellern verglichen.

Die Bleilegierung ist aufgrund des hohen Zinnanteils butterweich. Die Konkurrenz hingegen kompensiert die dünneren Mantelstrukturen ihrer Konstruktionen mit deutlich festeren Bleilegierungen und kommt mit vergleichbaren Geschossen bei gleichem Restgewicht teilweise sogar ganz ohne Mantel-Bleikernverlötung aus (z.B. HORNADY).  
Degol SMsHP im Kaliber 9,3mm

Degol Starkmantel Rundkopfgeschoss im Kaliber .416

Anerkennenswerterweise muss man aber den Geschossen grundsätzlich eine sehr gute zielballistische Wirkungsweise attestieren. Wenn die Auswahlkomponenten richtig gewählt sind, zeichnet sich das Degol durch eine schnelle Deformation für einen guten Energietransfer im Wildkörper und eine ausgezeichnete Tiefenwirkung aus. Durch die Mantelgeometrie wird der Deformationsvorgang sehr früh eingeleitet.

Trotzdem ist die Querschnittsvergrößerung begrenzt. Dies wird durch die Ausführung des Mantels mit Form und Stärke erreicht. Damit wird eine relativ hohe Ausschusswahrscheinlichkeit für eine entsprechend starke Schweissfährte erzielt (natürlich hängt dies auch immer stark vom eingesetzten Kaliber ab).
Geborgenes 410grs SM Degolgeschoss,
das mit einer .416 Rigby im jagdlichen
Einsatz war.

Fazit
Unter Berücksichtigung des vorgenannten Geschossaufbaus muss man allerdings auch bei DEGOL-Teilmanteldeformationsgeschossen bei der Auswahl des jagdspezifischen Einsatzgebietes in Verbindung mit dem jeweiligen Kaliber sorgfältig vorgehen, denn trotz der massiven Bauweise des Geschossmantels sind diese Geschosse keineswegs unfehlbar. Dennoch entsprechen die Teilmantelgeschosse nicht nur dem aktuellen Stand der Geschosstechnik, sondern stehen sogar etwas über den vergleichbaren, gebondeten Teilmantelgeschossen der Premiumklasse. Gestandene Jagdpraktiker mit viel Einsatzerfahrung können schnell feststellen, dass hier sehr viel Erfahrung aus der jagdlichen Praxis in die Konstruktion eingeflossen ist.

Die Geschosse genießen vor allem auf dem scharzen Kontinent einen fast tadellosen Ruf. Aus diesem Grund gehören Degol-Geschosse völlig zu Recht zum Besten, was der Markt z.Z. an Premium-Teilmantelgeschossen anbietet. Im Vergleich zum direkten Konkurrenzanbieter Woodleigh sind Degolgeschosse sogar noch eine Klasse höher einzustufen.

Zu den Vollmantelkonstruktionen ist das Gleiche zu sagen, wie zu allen anderen Vollmantelgeschossen der Konkurrenz auch. Aufgrund der mangelnden zielballistischen Wirkungssicherheit raten wir generell von der Verwendung von Vollmantelgeschossen mit Bleikern auf Großwild und Dickhäuter ab.
          
            (siehe auch
=>Hier<=)


Nächstes Kapitel
=>Geco Plus<=

 
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