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An- und Verkauf von Jagdwaffen

Tipps

Waffenverkauf
(insbesondere über das Internet, z.B. egun):

Grundsätzlich sollte man zur Auktion möglichst viele Informationen und aussagefähige Fotos einstellen (auch Nahaufnahmen, die sagen mehr als tausend Worte), so aussagefähig und genau wie möglich. Die zusätzlich anfallenden Gebühren kann man durch den weitaus höheren erzielten VK-Preis völlig ignorieren. Man erzielt dadurch immer einen höheren Verkaufspreis!
Der grösste Fehler, den man machen kann, ist sein Angebot nur mit einem spartanischen Text und nur einem Bild (vielleicht noch dazu unscharf) einzustellen. Die Folge einer solchen Auktion ist ein großer Aufwand in Form von Beantwortung vieler offener Fragen.
Wichtige Angaben
- Hersteller und Modellbezeichnung
- Kaliber
- Gesamtlänge
- Schaftlänge
- Lauflänge
- Laufform und Patronenlager- und Mündungsdurchmesser (z.B. konischer-, Stufen-, Birnen-, Match- oder Customlauf)
- Waffengewicht (mit und ohne Zielfernrohr)
- Zielfernrohr und Montage (sofern vorhanden)  
- Abzugsgewicht (wenn bekannt)
- Tuningmaßnahmen und System-, Magazin- und Zuführungsüberarbeitungen
- Zusatzausstattung
- Rückstossminderung (Gummischaftkappe, KickStop, Gewichte)
- Optischer und funktionaler Zustand und bisherige Verwendung, ungefähre Anzahl der abgegebenen Schüsse
- Schussleistung, am besten mit einem Foto des Schußbildes vom letzten Schießstandbesuch
- Evtl. bestehende Werksgarantie(n)
- Hinweis auf den Auschluss jeglicher Garantie, Ansprüche oder Rücknahme als Privatverkäufer nach EU-Recht

Fragen beantworten
Viele Internetverkäufe kommen über den Email-Kontakt zustande. Die potentiellen Käufer, mit denen es letztendlich zum erfolgreichen Vertragsabschluss kommt, sind meistens diejenigen, denen man vorher geduldig alle ihre Fragen zur Waffe (nicht zum Kaliber oder Erfahrungen, das ist eine ganz anderes Thema) beantwortet, den Zustand der Waffe und Schussleistung nochmals genauestens beschrieben oder noch zusätzliche Fotos gemacht hat. Dabei sollte man immer die Möglichkeit zu einer Vor-Ort-Besichtigung nach Terminvereinbarung anbieten.
 
Kaufvertrag
Ganz wichtig ist ein nach dem WaffG konformer sowie möglichst rechtssicherer, "wasserdichter" Kaufvertrag mit wichtigen Zusatzfomulierungen für Käufer und Verkäufer, den Sie dem Käufer als elektronische Datei oder in Papierform ausgedruckt zum gegenseitigen Einverständnis zukommen lassen.
Die Sache mit der Unterschrift ist bei der Abholung natürlich einfacher als beim Verkauf mit Waffenversand. In diesem Fall wird auch hier der Vertrag in zweifacher Ausfertigung vorbereitet und alle waffenrechtlich relevanten Daten eingetragen. Der Verkäufer bestätigt dazu den Erhalt des Kaufbetrages mit seiner Unterschrift. Den unterschriebenen Vertrag schickt er in zweifacher Ausführung, z.B. mit der Waffe an den Käufer. Dieser unterschreibt dann seinerseits und bestätigt den Erhalt des Vertragsgegenstandes, eine Ausfertigung des Kaufvertrages behält er und schickt die zweite an den Verkäufer zurück (so haben beide Vertragsparteien den Kaufvertrag mit beiden Unterschriften im Original).       
Ein Muster eines Kaufvertrages von erwerbsscheinpflichtigen Waffen können Sie =>
hier<= einsehen.

Vorgehensweise bei Auktionen
Der Vorteil beim Waffenverkauf über egun ist, dass man die Auktion auch mit einem bestimmten Betrag, z.B. zum Sofortkaufpreis anbieten kann. Dies hat den Vorteil, dass man schon im Vorfeld den Kreis der Interessenten in der Preiskategorie einschränkt und auch keine böse Überraschung erleben muss, was den Verkaufspreis angeht, z.B. wenn man die Auktion zum Startpreis mit einem Euro ansetzt und dann zu einem schlechten Zeitpunkt vielleicht schlecht beboten wird.

Der Sofortkaufpreis in der Auktion ist der Mindestverkaufspreis, den man erzielen möchte (plus Aufschlag für die Kosten der Einstell- und Verkaufsgebühren) sowie einem Preisnachlass, damit man später noch genug Verhandlungsspielraum hat. Aber trennen Sie sich schon mal von dem Gedanken, dass jemand die Waffe unverhandelt zum Preis der Auktion kaufen wird, das passiert so gut wie nie!

Wenn Interessenten und Angebote vorliegen, hat man zwei Möglichkeiten: entweder abwarten, bis die Auktion abgelaufen ist und danach die Verhandlungen mit dem(n) ernsthaften Interessenten führen (was in jedem Fall die sichere Variante ist) oder die unbebotene Auktion herausnehmen, wenn Sie glauben, dass die Absichtserklärung des potentiellen Käufers wirklich ernst gemeint ist. In solchen Fällen sollte man sich die Kaufabsicht schriftlich bestätigen und zusammen mit der Kopie der Erwerbsberechtigung des Käufers zukommen lassen. Aber das liegt natürlich immer im eigenen Ermessen.           

Leider ziehen Verkäufe von diversen Kurzwaffen und großwildtauglichen Jagdwaffen manchmal jene Zeitgenossen an, denen es gar nicht um den Kauf der angebotenen Waffe geht, sondern ausschließlich um die Befriedigung ihres Miteilungsbedürfnisses! Sie beantworten schriftliche Anfragen daher am besten nur per Email, lassen den telefonischen Kontakt erst einmal nicht zu und bieten gegebenenfalls auch die Möglichkeit einer vor Ort-Besichtigung an.
Beantworten Sie nur Fragen zur Waffe und lassen Sie sich auf keinen Fall auf weitere Dinge wie Erlegungen, Schusswirkung des Kalibers oder irgendwelche Jagderfahrungen ein, denn das hat absolut nichts mit der Waffe zu tun! Auch Fragen in Form von "Wie schiesst sich denn die Waffe bzw. das Kaliber?" signalisieren Ihnen sofort, mit dass Sie es mit einem schlecht informierten und unentschlossenen Zeitgenossen zu tun haben, der den Aufwand einer detaillierten Antwort oder eines Angebotes meistens gar nicht wert ist. Ein ernsthafter Interessent wird nach mehrmaligem Informationsaustausch und Abklärung des Kaufvertrages (siehe weiter unten) immer bereit sein, Ihnen eine Kopie seiner EWB zu zuschicken.    

Kauf einer Waffe
Ein ehrlicher Verkäufer wird Ihnen alle Fragen immer gerne beantworten und grundsätzlich jederzeit nach Terminabsprache mit einer Besichtigung vor Ort und auch einem Probeschiessen einverstanden sein.

Vorsicht bei Beschreibungen wie "tadellose Schussleistung", "übliche Gebrauchsspuren", "dem Alter entsprechende Abnutzungsspuren" oder "ernsthafte Interessenten sollten sich die Waffe vor dem Kauf unbedingt anschauen..."
Solche oder ähnliche Formulierungen sind weder aussagekräftig noch haben sie in irgendeiner Weise etwas mit dem tatsächlichen Zustand zu tun. Damit sollen lediglich Mängel, ob leicht oder schwer erkennbar, verschleiert werden.  

Beglaubigte Kopien
Man soll es nicht glauben, dass immer noch regelmäßig Auktionen oder Käufe aufgrund der Tatsache scheitern, weil sich Käufer und Verkäufer uneins darüber sind, in welcher Form der waffen- bzw. muntionsrechtliche Nachweis zu erbringen ist.

1) Eine Kopie des Originals der Erlaubnis alleine genügt rechtlich gesehen leider nicht, auch wenn alle Seiten des Originals sauber lesbar kopiert oder eingescannt wurden. *

2) Was ist ein Beglaubigungsvermerk genau und welche Stellen bzw. welche Personen dürfen beglaubigen? Um hier niemanden in Versuchung zu führen, uns juristische Vorträge über dieses Thema oder das jeweilige geltende Landesrecht zu halten, empfehlen wir u.a., bei Wikipedia unter dem Begriff "Beglaubigung" nachzuschlagen.            

* (u.a., weil die Erwerbsberechtigung des Käufers inzwischen nicht mehr gültig sein könnte oder seine Berechtigung entzogen wurde). Als Käufer kann man auch ein Schreiben seiner zuständigen Waffenbehörde beilegen, in dem bestätigt wird, dass man eine gültige EWB besitzt und dies dem Verkäufer zukommen lässt.  



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