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9,3 x 64

Jagdkaliber


Patronenbezeichnung:
9,3 x 64 Brenneke

Kaliber:
.366/ 9,3mm

Einsatzbereich:
Hochwild, Plainsgame

Erscheinungsjahr:

1927

Hülsenabmessungen:

L3: 64,00mm

Schulterwinkel: 17°

Gasdruck:

4400bar

Geschossgewicht:

250-293grs

Geschwindigkeit:

Vo 812 m/s                            mit 286grs Geschoss

Energie:

Eo 6114 Joule                         aus 61cm Lauf

Geschichte und Leistungsdaten
Was die 9,3x64 immer noch zu etwas Aussergewöhnlichen macht, ist ihre große Leistungsfähigkeit. Mit einem nur leicht vergrößerten Bodendurchmesser als die 9,3x62 kommt die deutsche Patrone in Bezug auf die Energieleistung zu Geschossquerschnitt zu erstaunlichen Werten. Es hebt die Patrone damit in die gleiche Klasse wie die .375 H&H Magnum und in der richtigen Anwendungskombination sogar noch etwas darüber hinaus! Sie ist eine der wenigen deutschen Kaliber, die aus 61cm langen Läufen Energiewerte über 6000 Joule(!) generieren können.

Ein sehr treffender englischer Name für die 9,3x64 wäre "
.366 Rimless Magnum Express". Bereits 11 Jahre vor dem zweiten Weltkrieg vom deutschen Urgestein Wilhelm Brenneke entwickelt, wurde die Patrone in ihrem Erscheinungsjahr als ein Kaliber für alles Wild der Erde propagiert. Vergleicht man sie mit der .375 H&H, kann man ihr das Kompliment nur zurückgeben, denn das tut sie tatsächlich. Wären nicht die Restriktionen in einigen afrikanischen Ländern hinsichtlich des Mindestgeschossdurchmessers von 9,5mm, wäre die 9,3x64 in allen Ländern Afrikas auf die Big Five zugelassen.   

Die Patrone offenbart ihr Leistungspotential natürlich auch auf starkes europäisches, skandinavisches und nordamerikanisches
Hochwild. In Verbindung mit relativ hohen Geschossgewichten sowie mit Geschossen, die in Kombination mit guter Wirkungsentfaltung+ gleichzeitig ausreichend hoher Tiefenwirkung eine optimale Leistungsabgabe im Wildkörper erbringen, kann die starke 9,3mm auch auf afrikanisches Großwild einschließlich Büffel eingesetzt werden. Für viele deutsche Waidmänner ist die 9,3x64 noch vor der .375 H&H das Kaliber der Wahl, wenn es auf Elch, Bison oder starke Braunbären in Alaska oder Kamtschatka geht.

Munition und Geschosse
Wenn es einen Nachteil gibt, den man mit dieser Patrone hat, dann ist es die magere Auswahl an Munition und die dazugehörigen Geschosse. Wiederladen ist bei
der 9,3x64 praktisch ein Muss, wenn man ausser den nur eingeschränkt verwendbaren TIG, TUG oder TOG-Geschossen etwas anderes schiessen möchte oder besser ausgedrückt, m u s s.  

Empfehlenswerte, zuverlässig wirkende Deformationsgeschosse mit Bleikern für unterschiedliche jagdliche Einsatzzwecke sind allerdings immer auch von der jeweiligen Laborierung und der Waffe abhängig. Auch die 9,3x64 liegt diesbezüglich auf einem sehr hohen Leistungsniveau und verzeiht bei der Geschosswahl nicht den geringsten
Fehler.

Wer das Kaliber zum Auslandseinsatz führen will, muss sich äußerst sorgfältig um eine geeignete Auswahl von belastbaren Geschosskonstruktionen kümmern, die nicht nur der Wildart, sondern vor allem den Jagdbedingungen gerecht werden (damit sind nicht nur Schussdistanzen und örtliche Gegebenheiten gemeint, hier spielen noch andere Faktoren eine entscheidende Rolle). Auch für geeignete bleifreie Geschosse gibt es
klare Einsatzempfehlungen nach bewährten, im jagdlichen Einsatz gesammelten Erfahrungswerten.      

Fazit
Nach fast 90 Jahren kann die Brenneke-Patrone nach ihrer Einführung jederzeit dem Vergleich in Bezug auf den jagdlichen Einsatzbereich und Wirkung mit anderen neuen 9,3mm Patronen und mit ihrer angelsächsischen Konkurrentin, der .375 H&H standhalten.

Die 9,3x64 schiesst sich durchaus noch angenehm, eine richtig gestaltete Waffe natürlich vorausgesetzt. Allerdings braucht auch diese leistungsstarke Patrone die leider immer noch anzutreffenden Repetierbüchsen mit viel zu langen Läufen von 65-66cm keineswegs. Als wesentlich praxisgerechter sind Lauflängen unter 61cm anzusehen, auch 24" lange Läufe sind im Jagdbetrieb mehr hinderlich als nützlich. Mit einem kürzeren Lauf wird nicht nur die Handhabung, sondern auch die jagdliche Präzision deutlich verbessert.
In der nebenstehenden Tabelle zeigt die leistungsbezogene Nähe zur .375 H&H Magnum in einem Lauf mit einer praktikablen Lauflänge. Wiederlader können mit entsprechenden Laborierungen das hohe Leistungspotential der starken Patrone voll ausschöpfen und profitieren vor allem von einer deutlich größeren Auswahl an hochwertigen Geschossen.  

Als ein klassisch-deutsches Hochwild- und Großwildkaliber reiht sich die 9,3x64 zu jenen Kalibern ein, die einen Schockwirkungsindex im Bereich zwischen 400-500 vorweisen können.

Dies ist etwa doppelt so viel wie das, was eine .30-06 leisten kann und es verdeutlicht, in welche jagdliche Einsatzkategorie diese Patrone zuzuordnen ist.
Auf Wunsch erstellen Ihnen jederzeit gerne ein Einsatzkonzept für eine jagdlich optimierte Laborierung im Rahmen von Ladedaten inkl. weitere munitionstechnische Informationen zu günstigen Konditionen, sprechen Sie uns über den u.a. E-Mailkontakt an.   
                          
=>Ladedaten 9,3x64<=

9,3x64

.375 H&H Magnum

Hülsenlänge
64,00mm

Hülsenlänge
72,15mm

Hülsenvolumen
87,0grs

Hülsenvolumen
96,5grs

Max. Gasdruck
4400bar

Max. Gasdruck
4300bar

Lauflänge
58cm

Lauflänge
58cm

Geschossmasse
286grs

Geschossmasse
300grs

Vo: 801m/s

Vo: 793m/s

Eo:  5950Joule

Eo: 6112 Joule

Pulverabbrand:
99%

Pulverabbrand:
98%

Wirkungsgrad
33,1%

Wirkungsgrad
31,1%

Rückschlagenergie
bei einem
Waffengewicht von 4,2kg:
52 Joule

Rückschlagenergie
bei einem
Waffengewicht von 4,2kg:
56 Joule

Schockwirkungsindex
462

Schockwirkungsindex
499


Nächstes Kapitel:
=>9,3x74R<=


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