.376 Steyr - JASW

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.376 Steyr

Jagdkaliber


Patronenbezeichnung:
.376 Steyr

Kaliber:
.375/ 9,5mm

Einsatzbereich:
Plainsgame, Großwild

Erscheinungsjahr:

2000

Hülsenabmessungen:

L3: 59,8mm

Schulterwinkel: 17,5°

Gasdruck:

4300bar

Geschossgewicht:

225-300grs

Geschwindigkeit:

Vo 738m/s                            270grs Geschoss

Energie:

Eo 5291Joule                         aus 51cm Lauf

Klassifizierung und jagdlicher Einsatzbereich
Die .376 Steyr ist eine der interessantesten Patronenentwicklungen nach der Jahrtausendwende. Die Patrone basiert im Grunde genommen auf den Abmessungen der 9,3x64, die auf das international anerkannte .375er Kaliber aufgeweitet und in der Hülsenlänge um 4mm gekürzt wurde. Mit der so entstandenen 9,5x60mm (in
metrischen Dimensionen) konnte eine der effektivsten Hoch- und Großwildpatrone für den weltweiten jagdlichen Einsatz geschaffen werden.

Das Leistungspotential der .376 Steyr bemächtigt die Patrone vor allem für die Wald- und Buschjagd auf schweres Hochwild, Elch und zur Jagd auf Flächenwild bis zum Eland. Im Gegensatz zu den .300 und .338er Konkurrenz-Magnumkalibern hat die Patrone den Vorteil der Verwendung von schweren, relativ hindernisunempfindlichen Geschossen in der Gewichtsklasse von 16,2-19,4 Gramm. Durch den Geschossquerschnitt sind je nach Laborierung Schockwirkungswerte um 430(!) möglich.

Das macht die Patrone bis auf wenige (Groß-)Wildarten
mit den sorgfältig ausgewählten Geschossen zu einem weltweiten Alleskönner auf kurze bis mittlere Schussdistanzen.

Jagdliche Leistungskriterien
Vom energetischen Mittel bewegt sich die .376 Steyr mit ihren innenballistischen Parametern bei vergleichbaren Geschossen etwa in der Mitte zwischen der 9,3x62 und der .375 Ruger. Was für die Wirkung in der jagdlichen Praxis am Aussagefähigsten ist, sind die Leistungsdaten der Patrone in Bezug auf die Schockwirkung. Hier zeigt sich, dass die .376 Steyr ein Plus von etwa 23% gegenüber der 9,3x74R erbringt, was natürlich auch in Bezug auf die 9,3x62 gültig ist.

Im Vergleich mit unserer starken 9,3x64 liegt die .376 Steyr etwa auf einem Leistungslevel. Dies betrifft sowohl die Energiewerte als auch die Schockwirkungszahlen. Jetzt kann man sich natürlich fragen, ob es überhaupt einen Unterschied gibt bzw. für was
man diese Patrone am besten einsetzen kann.

Im Fall der .376 Steyr ist es die etwas höhere aussenballistische Geschossstabilität gegenüber der 9,3x64 und einen leichten Vorteil aufgrund der günstigeren Hülsengemetrie für kompakte Waffen mit kurzen Läufen. Es zeigt die eigentliche Stärke dieser Patrone: ein gut durchdachtes Konzept über den Geschossquerschnitt und hinsichtlich der erzielbaren ballistischen Leistung, kombiniert mit hervorragenden E
G- zu EGes-Proportionen.

Ein weiteres Plus der .376 Steyr ist auch ihr gutmütiges Rückstossverhalten. Im Gegensatz zur .375 H&H und der .375 Ruger bewegt sich die Rückstossenergie auf einem angenehm tolerierbaren Level, der um 23% geringer ist und mit dem die Patrone auch aus leichten Waffen völlig unproblematisch zu schiessen ist.

Munition
Ein Munitionshersteller der .376 Steyr ist die Firma Hornady, welche fabrikgeladene Patronen für das effiziente 9,5mm-Kaliber in den Geschossgewichten von 14,6 und 17,5 Gramm anbietet.

Hier ist das 220grs Interlockgeschoss u.a. auch für mittelschweres Hochwild (einschl. Sauen+ Rotwild) bestens geeignet, während die sehr robuste 270grs Teilmantel-Interlock-Konstruktion nochmals verstärkt ist und aufgrund seines schnellen Ansprechverhaltens mit gleichzeitig hoher Tiefenwirkung eine sehr gute Wahl für alles starke Wild wie Elch, Braunbär, afrikanisches Flächenwild
ist (z.B. Oryx, Kudu, Eland) und auch für Büffel eingesetzt werden kann.

Leistungsdaten:
225grs TM-IL:
Vo: 793m/s Eo: 4975 Joule
270grs TM-IL-RP:
Vo 793m/s Eo: 5494Joule    

Wiederladen
Wenn ein Preis für das Verhältnis von Aufwand zur jagdlichen Wirkung zu vergeben wäre, käme die .376 Steyr ganz sicher in die "TopTen". Mit wiedergeladenen Laborierungen kann die 9,5mm Patrone und mit gutem Laufmaterial
1. aus kurzen Läufen beeindruckende Leistungswerte und 2. auch eine hervorragende Präzision erzielen. Wie bereits w.o. erwähnt, begünstigt die Hülsengeometrie zudem die Verwendung von speziellen Jagdgeschossen. Auch hier kann die Steyr punkten.

Gutes Hülsenmaterial gibt es von Hornady. Allerdings sollte man sich in Anbetracht der begrenzten Verbreitung des Kalibers einen komfortablen Hülsenvorrat zulegen, um evtl. zukünftigen Engpässen dieser Patronenkomponente vorzubeugen.   

Fazit
Neben der exzellenten innen- und aussenballistischen Leistung ist der Hauptvorteil der .376 Steyr ihre Eignung für mittelschwere Waffen mit Läufen in kurzen Lauflängen zwischen 20-22", d.h. 51cm bis 56cm.
Die Patrone kann mit einer L6 von 79,0mm problemlos in jedem normal langen Repetiersystem untergebracht werden und bietet aus einer vorhandenen Waffe in einem gängigen Mittelkaliber durch das Einlegen eines neuen Laufes alle Möglichkeiten für eine problemlose Kaliberkonvertierung zu der starken 9,5mm-Patrone von Steyr.

Wer als Hochwildjäger eine starke Patrone mit sehr hoher Stoppwirkung für den primären Einsatz im Wald oder auch in Kombination für die Auslandsjagd sucht, die man aus einer kompakten+ führigen, aber gleichzeitig auch nicht zu schweren Waffe verschiessen kann, für den ist die .376 Steyr die ideale Jagdpatrone.

Wir erstellen Ihnen jederzeit gerne waffen- und jagdspezifisch abgestimmte Ladedaten für spezielle Laborierungen mit Wunschpulvern oder Pulver aus Ihrem vorhandenen Pulverbestand (sofern geeignet) zu günstigen Konditionen, sprechen Sie uns über den u.a. E-Mailkontakt an.

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