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.270 Winchester

Jagdkaliber


Patronenbezeichnung:
.270 Winchester

Kaliber:
.270/ 7,06mm

Einsatzbereich:
Schalenwild, Hochwild

Erscheinungsjahr:

1925

Hülsenabmessungen:

L3: 64,50mm

Schulterwinkel: 17,5°

Gasdruck:

4300bar

Geschossgewicht:

100-150grs

Geschwindigkeit:

Vo 907m/s                            150grs Geschoss

Energie:

Eo 4002 Joule                         aus 61cm Lauf

Kurzbeschreibung und jagdliche Einstufung
Die .270 Winchester ist in ihrem Ursprungsland Nordamerika eine der beliebtesten Jagdpatronen. International gesehen gibt es nur wenige Patronen, die es von der Popularität mit der Patrone aufnehmen können. Begünstigt durch die konstruktive Form ist die .270 mit einem
exzellenten Verhältnis von Aufwand und Wirkungsergebnis gesegnet. Das Leistungspotential wird durch eine außergewöhnlich hohe Eigenpräzision ergänzt, zusammen mit einer angenehm geringen Schussbelastung für den Schützen.    

Kaum einer Patrone eilt der gute Ruf so weit voraus, wie der .270 Winchester. Nahezu alles Wild, was Schalen hat, kann mit dem richtigen 9,7 Gramm Geschoss unter g ü n s t i g e n Jagdbedingungen mit bestem Erfolg bejagt werden. Mittelstarkes Schalenwild bei normalen und weiten Schussdistanzen und eine international breite Wildpalette zeigen den großen Einsatzbereich der starken Mittelpatrone.

Die .270 eignet sich u.a. hervorragend auf weit stehendes europäisches Schalenwild, viele afrikanische Antilopen und Bergwild wie Bergziegen und Dallschafe. Einen sehr guten Ruf geniesst die Patrone auch beim australischen Boar-Hunting und in Afrika auf Warzenschwein. Viele Outfitter bieten als Gastwaffen .270er Repetierbüchsen als 1. Wahl an und das aus unserer Sicht völlig zu Recht.        

Jagdliche Leistungsfähigkeit
Trotz ihrer Klasse ist die Verwendung der .270 Winchester (genauso wie andere 7mm Patronen) auf den Ansitz und die Pirschjagd und vornehmlich auf offenes Gelände beschränkt. Aus dem Kaliber zusätzlich auch eine Drückjagdpatrone machen zu wollen, sie schwerpunktmäßig im Wald einzusetzen oder eine .270er Waffe als Nachsuchebüchse zu führen, ist völliger Unsinn. Von den erheblichen zielballistischen Nachteilen einmal abgesehen, ist damit keine sichere und zufriedenstellende Wirkung mehr gegeben, was für den jeweiligen Jagdzweck zwingend erforderlich ist. Eben dies ist der Grund dafür, dass es so viele verschiedene Jagdkaliber gibt.

Das jagdliche Einsatzbereiche aufgrund ihrer enormen Bandbreite nur von optimal wirkenden, unterschiedlichen Kalibern abgedeckt werden können, sollte inzwischen jedem verantwortungsvollen waidwerkenden Schützen bekannt sein.
Man sollte sich auf keinen Fall von den reißerisch aufgemachten Jagdfilmchen verführen lassen (einschl. der gängigen Praxis mit Kaliber- und Schützenfakes). Und mit Kalibern wie .17HMR oder .224er Kalibern auf Wildschweine aller Gewichtsklassen zu schiessen, kann jedem gestandenen Jäger, der sich dem ungeschriebenem Ehrenkodex gegenüber dem Wild verpflichtet sieht, die Tränen in die Augen treiben.

Eine weitere Einschränkung der .270 Winchester ist, dass man sich darüber im Klaren sein muss, dass das amerikanische 7mm-Kaliber aufgrund der starken Hämatombildung für Rehwild viel zu stark ist. Im Gegensatz zu besser geeigneten Kalibern muss man sich je nach verwendetem Geschoss auf eine sehr starke Wildbretentwertung einstellen, welche leider zu oft das vertretbare Maß für eine gute Wildbretverwertung überschreitet.          

Leistung
Wie bereits in der Eckdatentabelle oben aufgeführt, bezieht die .270 Winchester ihr hohes Leistungspotential aus dem hohen Gebrauchsgasdruck und der hülsengeometrisch günstigen Konstruktion. Auf dem rechten Foto ist der Unterschied zur 7x64 gut zu erkennen: die Hülsenschulter. Die Nähe zur Mutterhülse, der .30-06 ist auch bei der .270 Winchester nicht zu verleugnen. Was uns an der Patrone besser gefällt als bei der deutschen Schwester, sind genau diese Vorteile der Hülsengeometrie. Dazu zählen insbesondere der längere Hülsenhals, wie im Vergleich zur 7x64 ersichtlich ist.

Wir haben die Erfahrung gemacht, das ein größeres L3>L2-Differenzmaß bei Patronen einige Vorteile bringt:

  • Bessere Handhabungssicherheit bei der Patronenzuführung

  • Volumina und größere Bandbreite von NC-Pulvern

  • Geschossauswahl

  • Wiederladen

     
Wiederladen

Was für viele Patronen gültig ist, kann auch auf die .270 Winchester übertragen werden und mehr. Die Patrone hat konstruktionsbedingt ein herausragendes Präzisionspotential, dass über das Maß mancher anderer Mittelkaliber hinausgeht. Hier können mit wiedergeladener Munition in Waffen und passenden HQ-Läufen Spitzenstreukreise erzielt werden. Jagdspezifisch ist jedoch das Hauptaugenmerk auf eine sorgfältige Auswahl des zu verwendeten Geschosses zu richten.

Fazit
Was die .270 Winchester von der 7x64 unterscheidet, ist außer dem etwas höheren Gasdruck vor allem die Hülsengeometrie (auch wenn die P1, P2 nahezu identisch sind). Daraus erwachen bei der Verwendung von gleichen Geschosskonstruktionen zwar keine spürbaren Unterschiede in der jagdlichen Praxis, aber es verleiht der .270 Winchester 1. beim Wiederladen und 2. beim Handling in der Waffe durchaus wichtige Vorteile.

Wer eine leistungsfähige, angenehm zu schießende Patrone für viele Schalenwildarten und mittelstarkes Hochwild sucht, die auch in internationalen Gefilden auf hohe Schussdistanzen sicher einsetzbar ist und darüber hinaus über eine außergewöhnliche Präzision verfügt, wird in der .270 Winchester die ideale Jagdpatrone finden.


Nächstes Kapitel:
=>7x64<=   

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